Versuche, dein Leben zu machen - Als Jüdin versteckt in Berlin

Januar 29 Mittwoch

Datum/Uhrzeit

29. Januar 2014, 19.00 Uhr

Ort

Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstr. 35, Berlin, Deutschland

mit

Margot Friedländer, Dr. Inka Bach

Typ

Lesung

Autorenlesung und Zeitzeugengespräch mit Margot Friedländer

Veranstaltungsnr.

AKA-290114-1

Der 27. Januar, der Tag an welchem vor 69 Jahren das NS Todeslager Auschwitz befreit wurde, ist seit 1996 Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Gewalt und seit 2005 internationaler Holocaust-Gedenktag. Aus diesem Anlass führt die Konrad-Adenauer-Stiftung auch in diesem Jahr wieder bundesweit eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen, wie Zeitzeugengespräche und Ausstellungen, durch.

Margot Friedländer hat die nationalsozialistische Diktatur im Untergrund überlebt: 15 Monate auf der Flucht - oft mit Helfern, die nicht alle selbstlos handelten. Nur um Haaresbreite entkam sie der Gestapo viele Male. Doch dann ging sie in die Falle und wurde nach Theresienstadt deportiert ... eine dramatische Geschichte von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben.

Abbildung
Als sich die 21-jährige Margot Bendheim am Mittag des 20. Januar 1943 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde. Und auch die Mutter erscheint nicht - sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft: "Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen." Margot, verlassen und verloren, beschließt unterzutauchen; sie färbt sich die Haare rot und lässt ihre Nase operieren, um nicht als Jüdin aufzufallen. Fünfzehn Monate dauert das Leben im Untergrund, bei Helfern, die gleichwohl nicht alle selbstlos handelten. Dreimal entkommt sie der Gestapo nur um Haaresbreite. Dann, im April 1944, geht sie jüdischen "Greifern" in die Falle - sie wird nach Theresienstadt deportiert und überlebt mit Glück. Ihre Mutter und ihr Bruder werden in Auschwitz ermordet.

Margot Bendheim, die seit ihrer Heirat Friedlander heißt, emigrierte 1946 mit ihrem Mann in die USA. Heute, sechzig Jahre später, erzählt sie gemeinsam mit der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger ihre Geschichte.

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Ansprechpartner

Christoph Korneli

Referent

Christoph Korneli
Tel. +49 30 26996-3329
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ Español