Das besser Verstehen und die Stärkung der Überwachungskapazitäten für die Implementierung der Justizreform

Mai 25 Freitag

Datum/Uhrzeit

25. Mai 2018, 09.00 - 13.30

Ort

Universität "Fan S. Noli" Korça

mit

Adea Pirdeni, Ina Xhepa

Typ

Workshop

Im Rahmen dieses Projektes soll Fachwissen über die Justizreform an Studierende ohne juristischen Hintergrund transferiert werden, womit neue Akteure für die Überwachung der Reform geschaffen werden sollen.

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Im Juli 2016 wurde in Albanien eine umfassende Justizreform verabschiedet. Die wichtigsten Gründe für die Verabschiedung der Justizreform waren das hohe Level an Korruption, die im Justizwesen bisher eine akzeptierte Tatsache ist, sowie die zweifelhafte Qualität der Justizvollzieher. Die Justizreform akzentuierte die Integrität, Unparteilichkeit und Professionalität von albanischen Richtern und Anwälten um das öffentliche Vertrauen in die albanische Justiz zu erneuern und als Endziel den Rechtsstaat zu konsolidieren. Die größte Herausforderung der Reform ist momentan deren Implementation und Überwachung. Dafür ist es sehr wichtig, die Zivilgesellschaft als Wächter über die Reform zu mobilisieren. Während einige nationale NGOs in Tirana einige Initiativen ins Leben gerufen haben, bleiben weitere Akteure der Zivilgesellschaft und junge Leute mit wenigen juristischen Kenntnissen in anderen Teilen des Landes davon größtenteils unberührt. Daher konzipierte das European Center und die KAS das Projekt „Strengthening the non-lawyer students in understanding and monitoring the implementation of the judicial reform in Albania“. Im Rahmen dieses Projektes soll Fachwissen über die Justizreform an Studierende ohne juristischen Hintergrund transferiert werden, womit neue Akteure für die Überwachung der Reform geschaffen werden sollen. Rechtsexperten werden in den vier Projektregionen Universität von Elbasan, Universität von Korça, Universität von Gjirokastra und Universität von Durrës ein Training abhalten, dass wie folgt organisiert ist: durch Recherche zur aktuellen Situation wird eine Bedarfsanalyse erstellt. Daran anschließend werden die Experten an den Projektuniversitäten für einen Vormittag in einem lokal zugeschnittenen Trainingsprogramm mit flexibler Methodik Fachwissen transferieren und aufzeigen, wie die Implementation der Reform weiter voranschreiten sollte. Den Teilnehmern wird vermittelt, wie sie die Reform im Rahmen ihrer lokalen Möglichkeiten unterstützen und überwachen können. Durch die erhoffte Anwaltsfunktion, die die Studierenden gegenüber der Justizreform übernehmen sollen, werden nicht nur lokale Medien und Menschenrechtsaktivisten unterstützt, sondern das Projekt wird langfristig der gesamten Bevölkerung zugutekommen.

Ansprechpartner

Walter Glos

Leiter des Auslandsbüros in Albanien

Walter Glos
Tel. +355 4 22 66 525