Das kommunistische Erbe und der öffentliche Diskurs über die kommunistische Vergangenheit in Südosteuropa

Internationale Fachkonferenz

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Internationale Fachkonferenz über die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Südosteuropa und Einweihung der Aula "Konrad Adenauer"

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kas

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der Universität Tirana organisierte die Konrad Adenauer Stiftung am 27. Oktober 2017, im Rahmen des deutschen Okto-bers, eine internationale Konferenz zum Thema „Kommunistisches Erbe und öffentli-cher Diskurs über die kommunistische Vergangenheit in Südosteuropa“. Der Anlass diente gleichzeitig zur Einweihung einer neuen Aula, die fortan den Namen „Konrad Adenauer“ tragen wird. An den vier Paneldiskussionen nahmen Experten aus Albanien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Kroatien, Polen und Serbien teil.

In Anwesenheit der Deutschen Botschafterin, Frau Susanne Schütz, und des Dekans der Fakultät für Geschichte und Philologie, Prof. Dr. Sabri Laçi, wurde die internationale Konferenz in der neuen Aula „Konrad Adenauer“ eröffnet. Frau Botschafterin Susanne Schütz betonte in Ihrer Rede die Bedeutung der Vergangenheitsbewältigung für ein Land, das eine neue Zukunft sucht. Deutschland sei bereit, seine Erfahrungen zu teilen und Albanien bei dieser wichtigen Aufgabe zu assistieren. Herr Walter Glos ehrte in seiner Rede den Namensgeber der Stiftung und zugleich der neuen Aula, Konrad Adenauer. Die Veranstaltung stehe zudem für zwei Dinge, die der KAS besonders wichtig seien: die langjährige Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Tirana und die Bildung. Zu letzterem gehören auch entsprechende Räumlichkeiten, weshalb sich die Konrad-Adenauer-Stiftung zur finanziellen Unterstützung der Sanierung der Aula bereit erklärt hat. Im Anschluss an die feierliche Eröffnung und die einleitende Keynote Speech, fanden vier Panels mit internationalen Experten aus sieben Ländern statt. Nach Kurz-Referaten zum jeweiligen Thema, wurde dem Publikum die Möglichkeit gegeben Fragen zu stellen, die an-schließend im Panel diskutiert und beantwortet wurden. Das erste Panel widmete sich dem Thema der Geschichtsschreibung während dem Kommunismus. Anschließend folgte ein Panel zum Thema „Politik, Ideologie, Repression und Übergangsjustiz“. Nach der Mittagspause ging es weiter mit der Thematik der kulturellen Opposition während dem Sozialismus und beendet wurde die Konferenz mit der vierten Panel-Diskussion zu „Öffentlicher Diskurs, Erinnerung, Nostalgie des Kommunismus“. Die Veranstaltung war ein weiteres Produkt aus der engen und ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen der KAS Albanien und dem Institut für Geschichte der Universität Tirana. Weitere wissenschaftliche Konferenzen über die kommunistische Vergangenheit Albaniens und deren öffentliche Aufarbeitung werden im Rahmen dieser Kooperation folgen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Tirana, 31. Oktober 2017