From Trieste to London: Stocktaking and Future Scenarios for the Berlin Process

Der 9. und 10. November 2017 standen ganz im Zeichen des Berlin-Prozesses. Zusammen mit der Hanns-Seidel-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie dem Cooperation & Development Institute, organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine regionale Konferenz in Tirana zum Thema "From Trieste to London: Stocktaking and Future Scenarios for the Berlin Process". Ein Jahr vor der letzten Westbalkan-Konferenz in London, sollte die Tirana Konferenz eine Plattform bieten, um die bisherigen Errungenschaften zu analysieren und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren.

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Berlin Prozess

Die Konferenz war aufgeteilt in vier verschiedene Panels, in denen sich Experten aus Politik, Diplomatie, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft austauschen konnten.

Das erste Panel hatte die Errungenschaften des Berlin-Prozesses von 2014 bis 2017 für die Annäherung der WB6 Länder an die EU zum Thema. Trotz der erzielten Erfolgen sei es aber wichtig, die Nachhaltigkeit des bisher Erreichten und die Kooperation unter den Ländern auch nach Ende des offiziellen Formats sicherzustellen.

Am Freitagmorgen ging es im zweiten Panel um die Verknüpfung der WB6 Märkte und den Stand der Dinge bei den Infrastrukturprojekten. Letztere hätten mit langen Verspätungen und Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Verbesserungen seien insbesondere auch bei der Koordination zwischen den Nachbarländern und in Bezug auf die Sichtbarkeit bzw. den effektiven Mehrwert für die Bevölkerung notwendig.

Panel 3 widmete sich der Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf dem Westbalkan zur Reduktion von wirtschaftlichen Ungleichheiten gegenüber der EU. Der Fokus lag dabei auf der Identifikation von Wachstumsquellen in der Region, der Notwendigkeit der Erhöhung von Investitionen und der Verbesserung des Humankapitals.

Zum Schluss befassten sich Experten mit der Frage, wie die regionale Kooperation auf dem Westbalkan auch nach Ende der Westbalkankonferenz fortgeführt werden könne, um die gemeinsame Vision für eine europäische Zukunft weiter voranzutreiben. Hierfür müssten die durch den Berlin-Prozess geförderten persönlichen Beziehungen zwischen den Regierungschefs der WB6 Länder weiter genutzt werden, um praktische und greifbare Ergebnisse zu erzielen. Die Rolle der Zivilgesellschaft und anderer nicht-staatlicher Akteure sollte in diesem Prozess gestärkt werden.

Serie

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erschienen

Tirana, 15. November 2017