Deutschland hat gewählt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) kann mit ihrem liberalen Wunschpartner (FDP) eine neue, bürgerliche Koalition bilden. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt das Bündnis, das in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wiederholt die Regierung gestellt hat, im künftigen Bundestag auf eine verlässliche Mehrheit. Merkel zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Wir haben etwas Tolles geschafft. Wir haben es geschafft, unser Wahlziel zu erreichen, eine stabile Mehrheit in Deutschland zu schaffen in einer neuen Regierung.“

Bereits zu Beginn der kommenden Woche sollen die Koalitionsgespräche zwischen Union und FDP offiziell beginnen. Es ist beabsichtigt, die Verhandlungen so zügig zu führen, dass Angela Merkel am 9. November 2009, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, zum zweiten Mal als deutsche Bundeskanzlerin vereidigt werden kann.

Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis kommt die Union auf 33,8 Prozent (gegenüber 2005: -1,4) der Stimmen. Die SPD verzeichnet 23,0 Prozent (-11,2). Die FDP liegt bei 14,6 Prozent (+4,7), „Die Linke“ bei 11,9 Prozent (+3,2) und die Bündnis 90/Die Grünen bei 10,7 Prozent (+2,6). Die Wahlbeteiligung war mit 70,8 Prozent der Stimmberechtigten (2005: 77,7 Prozent) niedrig.

Nach einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat insbesondere das hohe Ansehen der Bundeskanzlerin den Wahlsieg der Union gesichert. Sie genieße Rückhalt in allen politischen Lagern und besitze das höchste Ansehen eines Kanzlerkandidaten bei einer Bundestagswahl seit 1990. 78 Prozent der Deutschen schätzten ihre Arbeit „eher gut“ ein, lediglich 18 Prozent geben an, sie leiste „eher schlechte Arbeit“.

Die FDP konnte nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen von den Koalitionsdiskussionen „stark profitieren“, „32 Prozent stehen prinzipiell der CDU/CSU näher“.

erschienen

Argentinien, 29. September 2009