Diálogo Político 4/2011
Lateinamerika im System des globalen Regierens
Auch verfügbar in Español
Das internationale System befindet sich im 21. Jahrhundert in einem Prozess der Neuordnung. In Lateinamerika scheint eine neue Phase des Regionalismus zu beginnen, wodurch der Handlungsspielraum der Region auf internationaler Ebene wachsen dürfte. Zudem besteht international ein breiter Konsens darüber, dass die multilaterale Zusammenarbeit gestärkt werden muss, um grenzübergreifende Probleme lösen zu können. Auch dies könnte zu einem Bedeutungszuwachs Lateinamerikas beitragen.
Die aktuelle Situation birgt sowohl Chancen als auch große Herausforderungen. Lateinamerika ist heute dazu aufgerufen, im System des globalen Regierens an der Lösung der dringendsten Probleme mitzuarbeiten. Die Mitgliedschaft einiger der führenden Länder der Region in der G20 bietet dabei die einmalige Möglichkeit, an der Umgestaltung und Erneuerung des internationalen Systems aktiv mitzuwirken. Europa als einer der Gesprächspartner im Rahmen der G20 betrachtet Lateinamerika aufgrund der historischen und kulturellen Verbindungen als natürlichen Partner, mit dem man die aktuellen Herausforderungen gemeinsam angehen möchte.
Die Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Region sind sich der zentralen Bedeutung bewusst, die der Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den einzelnen Ländern Lateinamerikas zukommt. In der neusten Ausgabe des Diálogo Político analysieren wir aus diesem Grund die aktuellen Entwicklungen auf internationaler Ebene und identifizieren Chancen und Herausforderungen, mit denen sich die Partner auf beiden Seiten des Atlantiks konfrontiert sehen.
erschienen
Argentinien, 20. Dezember 2011