Länderberichte

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Land ohne Halt

Argentinien trauert um Sonderstaatsanwalt Alberto Nisman, und Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ermittelt mit

Er wurde erwartet. Die einen versprachen sich viel von seinem Erscheinen, vor allem brisante Enthüllungen, die anderen hofften auf einen Auftritt, der den Gast als Windmacher entlarven würde: nur heiße Luft. Doch Alberto Nisman hielt die Verabredung mit dem argentinischen Parlament am 19. Januar 2015 gar nicht ein. Ob der Sonderstaatsanwalt nicht wollte oder nicht konnte – darüber wird in Argentinien seit mittlerweile drei Wochen auf Heftigste gestritten. mehr…

Dr. Kristin Wesemann, Teresa Marten | 6. Februar 2015

Kleine Experimente

Tabaré Ramón Vázquez Rosas ist abermals Präsident Uruguays

Zum dritten Mal in Folge stellt das uruguayische Linksbündnis Frente Amplio den Präsidenten. Das neu gewählte Staatsoberhaupt Tabaré Vázques verspricht gleichwohl eine konservative Agenda. mehr…

Dr. Kristin Wesemann, Britta Weppner, Elena Dozorceva | 2. Dezember 2014

Kontrollierte Marktwirtschaft?

In Argentinien will der Staat künftig die gesamte Produktion großer Unternehmen lenken

„Es ist verrückt zu denken, dass wir die Preise der Wirtschaftsgüter kontrollieren wollen […]. Das sind nur Schreckgespenster,“ sagte Wirtschaftsminister Axel Kicillof in einem Interview mit Radio del Plata. Für die Opposition hingegen sind diese Gespenster ziemlich echt. mehr…

Dr. Kristin Wesemann, Daniel Schlierenzauer, Anna Raith | 26. September 2014

Im Abseits

Im argentinischen Fußball mischt die Politik mit

Fußball, Gewalt, Kriminalität und Politik sind Wörter, die am Rio de La Plata in einem Atemzug ausgesprochen werden. Die Verstrickungen zeigen sich besonders im Umfeld von Großereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft im Nachbarland Brasilien. Die Wurzeln des Problems liegen tief – denn oft ziehen bekannte Personen aus dem politischen Leben die Fäden im Hintergrund. mehr…

Dr. Kristin Wesemann, Roberto Luppi, Anna Raith | 10. Juli 2014

Das leise Klassentreffen des Peronismus

Die Gerechtigkeitspartei versammelt sich zum ersten Mal seit 2008 und wählt im Sprint eine neue Führung

Nach dem Parteiengesetz dürfte sie nicht mehr existieren: Jahrelang hatte die mächtige Partido Justicialista (Gerechtigkeitspartei) brachgelegen. Alle Ämter waren 2011 abgelaufen. Doch der Peronismus hört nicht aufs Parteiengesetz – man ist schließlich eine politische Bewegung über alle ideologischen Grenzen hinweg. Und so machte der kommissarisch eingesetzte Parteichef Daniel Scioli, Gouverneur der Provinz Buenos Aires, einfach weiter – bis zum Freitag vergangener Woche. mehr…

Dr. Kristin Wesemann | 15. Mai 2014


Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.