53. Otago Foreign Policy School

„Asia-Pacific Diplomacy in Transition: Ideas, Issues and Institutions”

Auch verfügbar in English

In Kooperation mit dem Leibniz Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) und dem KAS Regionalprogramm Australien und Pazifik hat die University of Otago Wissenschaftler, Diplomaten und Vertreter zahlreicher Regierungsbehörden zusammengebracht, um wichtige Trends und Entwicklungen zu diskutieren, die Neuseelands Außenpolitik im frühen 21. Jahrhundert beeinflusst.

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Von links: Professor Robert Patman, Department of Politics, University of Otago und Professor Patrick Koellner, Vice President, German Institute of Global and Regional Studies

Von links: Professor Robert Patman, Department of Politics, University of Otago und Professor Patrick Koellner, Vice President, German Institute of Global and Regional Studies

Die 53. Otago Foreign Policy School fand vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2018 in Dunedin, Neuseeland statt. Als eine der wichtigsten außenpolitischen Veranstaltungen Neuseelands begrüßte die diesjährige Otago Foreign Policy School Vertreter des neuseeländischen Ministry of Foreign Affairs and Trade (MFAT) und weiteren Regierungsbehörden, Vertreter der Wissenschaft und Diplomatie, Journalisten und Vertreter von NGOs und der Privatwirtschaft.

Die Globalisierung und die steigende Rivalität zwischen China und den USA im Pazifik beeinträchtigen zunehmend den Handlungsspielraum souveräner Staaten in der asiatisch-pazifischen Region. Zum einen hat die Globalisierung – durch revolutionäre Entwicklungen der Kommunikations- und Informationstechnologien – geographisch entfernte Staaten einander nähergebracht. Zum anderen hat die Globalisierung neue Herausforderungen geschaffen oder alte verschärft. Diese Entwicklung förderte sowohl den Ausbau eines globalen Wirtschaftssystems, einen freieren Kapital-, Güter- und Dienstleistungsverkehr, mehr Handel und Investitionen als auch eine globale Informationsinfrastruktur. Zudem verschärfte dieser Trend jedoch regionale Herausforderungen im Hinblick auf Territorial- und Rohstoffansprüche oder unterschiedliche Sichtweisen bezüglich Nuklearwaffen.

Während der 2,5-tägigen Konferenz in Dunedin haben Experten diese Trends und Entwicklungen aufgezeigt sowie deren Auswirkungen auf die asiatisch-pazifische Region diskutiert. Die Sessions widmeten sich unter anderem folgenden Themen:‘The Asia-Pacific in Transition: Globalisation and the Economic-Security Nexus’, ‘America`s Rebalancing towards the Asia-Pacific in Retrospect and Prospect’, ‘Understanding the Development and Roles of Think Tanks in East Asia and Beyond’, ‘Economic Diplomacy and Diplomatic Economists in the Asia-Pacific’, ‘Diplomacy to Denuclearise the DPRK’. Darüber hinaus fanden zwei Experten-Round-Table statt. Eine Diskussionsrunde mit neuseeländischen Vertretern des Ministry of Foreign Affairs and Trade widmete sich einem „Rückblick auf die Entwicklungen im Asien-Pazifik-Raum zum 75-jährigen Jubiläum des MFAT". In einer zweiten Round-Table-Diskussion mit Vertretern diplomatischer Missionen wurde „Die Herausforderung durch institutionelle Anpassungsprozesse für Außenministerien" erörtert.

Die 53. Otago Foreign Policy School verdeutlichte die zunehmende Unsicherheit in der asiatisch-pazifischen Region aufgrund der Globalisierung und der steigenden Rivalität zwischen China und den USA im Pazifik. Neuseeland ist daher darauf angewiesen, sein Engagement zu steigern, um das Vertrauen und die Verlässlichkeit in einer auf Regeln basierenden Ordnung in der Region sicherzustellen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Australien, 19. Juli 2018

Kontakt

Simon Aleker

Programm-Manager Energie- und Klimapolitik/Entwicklungspolitik

Simon Aleker
Tel. +61 2 6154 9323
Sprachen: Deutsch,‎ English