Länderberichte
Der "Botschafterkrieg"
Verhältnis zwischen Belarus und EU bleibt schwierig
Mit der Rückkehr der Botschafter der EU-Länder nach Minsk in der ersten Maiwoche ist eine Phase erneuter Verschärfung der Beziehungen zwischen dem Lukaschenko-Regime und der Europäischen Union vorerst zu Ende gegangen. Unbeantwortet bleibt indes die Frage zur Zukunft der gegenseitigen Beziehungen zwischen der EU und der Republik Belarus. mehr…
Exil für Lukaschenka?
Wie demokratische Akteure aus Weißrussland in die Emigration gedrängt werden
In den letzten 17 Jahren der Präsidentschaft Lukaschenkas sind Menschen aus verschiedenen Gründen von Weißrussland aus ins Exil gegangen: Sie verließen ihre Heimat, um frei studieren oder ein Unternehmen gründen zu können, aber auch, weil sie Angst um ihr Leben hatten. Viele ehemalige Vertraute des Präsidenten, die in Ungnade gefallen sind, leben jetzt in Moskau. Lukaschenkas demokratische Opponenten bevorzugen Prag, Warschau oder Vilnius als Exil-Orte. mehr…
Situation in Belarus nach dem „überzeugenden Sieg“: Zweite Ausgabe der graphischen Novelle
Präsidentschaftswahlen in Belarus 2010
Mitte Mai 2011 erschien eine Fortsetzung der graphischen Novelle von Marina Naprushkina „Überzeugender Sieg: zwei Geschichten wie es wirklich war“. Die Herausgabe wurde durch die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gefördert. mehr…
Der lange Schatten der Präsidentschaftswahlen in Belarus
Es hat in Europa nach dem Zerfall der Sowjetunion wohl kaum Wahlen mit einem zumindest kurzfristig derart katastrophalen Ausgang gegeben wie die Präsidentschaftswahlen in Belarus am 19. Dezember 2010. Und dabei ist nicht die überwältigende Mehrheit gemeint, mit der der seit 16 Jahren amtierende Präsident Lukaschenko diese Wahlen, die in Wirklichkeit keine waren, gewonnen hat, sondern die brutale Auflösung der friedlichen Demonstration in der Wahlnacht und die Repressionen in den darauf folgenden Wochen, die nicht einmal die kühnsten Pessimisten vorausgesehen hatten. mehr…
Folter im KGB-Gefängnis in Minsk
Ales Michalewitsch, 35, hat bei den Präsidentschaftswahlen in Belarus im letzten Jahr von allen Kandidaten den am stärksten sachorientierten Wahlkampf geführt. Er verzichtete auf Anschuldigungen gegen Lukaschenko, nahm nicht an den Kundgebungen der Opposition vor den Wahlen teil und konzentrierte sich auf sein Programm einer politischen und wirtschaftlichen Modernisierung des Landes, über das er mit der herrschenden Elite ins Gespräch zu kommen versuchte. mehr…
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.