Länderberichte
Abrupter Anstieg der Benzinpreise und politische Konfrontationen sorgen für eine Zunahme des Konfliktpotentials
Zu Weihnachten hatte die bolivianische Regierung ein ganz besonderes Geschenk für die Bevölkerung parat. Am 26. Dezember verkündete sie den sprunghaften Anstieg der Preise für Benzin, Diesel und Kerosin, die bisher vom Staat subventioniert worden waren. Daraufhin kam es in der Woche vor Silvester zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Regierung fühlte sich sichtlich bedroht und zog das Dekret wenige Stunden vor Mitternacht am 31.12.2010 zurück. mehr…
Unruhiges Bolivien
Seit Mai diesen Jahres steht die Regierungspartei MAS und das Kabinett von Präsident Evo Morales erstmals auch in der Kritik der eigenen Basis, der so genannten sozialen Bewegungen, da Wahlversprechen nicht erfüllt werden. Die Regierung wird eine Reihe von Konflikten lösen müssen, wenn sie den Rückhalt der Wähler nicht verlieren will. Zur gleichen Zeit nehmen Maßnahmen gegen oppositionelle Politiker zu und es werden Gesetze verabschiedet, die eine Einschränkung demokratischer Rechte zur Folge haben. mehr…
Verschieben sich die Machtverhältnisse in Bolivien?
Bei den Gouverneurs- und Kommunalwah-len am 4. April war die Regierungspartei MAS zwar der Wahlsieger, konnte aber bei weitem nicht den gleichen Wahlerfolg wie im Dezember 2009 verzeichnen. Seit der Wahl häufen sich Konflikte mit verschiedenen Sektoren der Gesellschaft, die die Regierung in Bedrängnis bringen und die vermuten lassen, dass ihre Allmachtstellung doch nicht so unanfechtbar ist wie bisher vermutet. mehr…
Antikorruptionsgesetz in Bolivien
Fortschritt für die Transparenz oder Beginn einer Hexenjagd?
Steht in Bolivien der Rechtsstaat auf dem Spiel? Im Februar brachte die Exekutive einen Gesetzesentwurf in die Plurinationale Gesetzgebende Versammlung (bolivianisches Parlament) ein, der den Präsidenten ermächtigen sollte, Richter für die freien Posten in den obersten Instanzen des Justizsystems eigenständig zu benennen. Das so genannte „Kurze Gesetz“ (Ley Corta) wurde verabschiedet und die Posten wurden kurz daraufhin vom Präsidenten besetzt. mehr…
Fulminanter Wahlsieg für Evo Morales
Mit einem Rekordergebnis von 63% der Wählerstimmen und einer Wahlbeteiligung von 94% wurde Evo Morales in seinem Amt bestätigt. Seiner Partei Movimiento al Socialismo (MAS) gelang es, das Wahlziel der Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments zu erreichen. mehr…
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.