Neue Regierung in Bosnien und Herzegowina

Startschuss für Reformen?

Knapp 15 Monate nach den Wahlen gelang es den führenden politischen Parteien, sich über den Ministerrat von Bosnien und Herzegowina zu einigen. Bei einem Treffen am 28. Dezember in Sarajevo erzielten die Parteivorsitzenden den entscheidenden Kompromiss.

Demnach fallen das Außenministerium, Ministerium für innere Sicherheit, Verteidigungsministerium sowie das Ministerium für Verkehr und Kommunikation den bosniakischen Vertretern zu. Das Ministerium für Finanzen, Außenhandel und wirtschaftliche Beziehungen sowie das Ministerium für zivile Angelegenheiten erhalten die Serben. Die Kroaten konnten sich neben dem Vorsitz des Ministerrats das Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge sowie das Justizministerium sichern.

Auch der Name des künftigen Vorsitzenden des Ministerrats ist bekannt. Es handelt sich um Vjekoslav Bevanda (HDZ BuH). Bevanda war in der letzten Legislaturperiode Finanzminister der Föderation Bosnien und Herzegowina. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die neue Regierung die anstehenden Reformen rasch anpacken kann. Der designierte Ministerratsvorsitzende gibt sich zuversichtlich.

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Autor

Sabina Wölkner

Serie

Länderberichte

erschienen

Bosnien-Herzegowina, 4. Januar 2012

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Sabina Wölkner

Leiterin Auslandsbüro Bosnien-Herzegowina

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