KAS-Alumni-Treffen 2017: Deutschland und Europa nach den Bundestagswahlen

Vortrag und Diskussion mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christian Hacke

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Am 1. November 2017 fand das diesjährige KAS-Alumni-Treffen in Rio de Janeiro zum Thema "Deutschland und Europa nach den Bundestagswahlen vom 24. September 2017" mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christian Hacke statt.

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Jan Woischnik

Dr. Jan Woischnik begrüßt die Teilnehmer

Der Leiter der KAS in Brasilien Dr. Jan Woischnik eröffnete das diesjährige KAS-Alumni-Treffen am 1. November 2017 in Rio de Janeiro. Das Treffen dient zur Entwicklung von Ideen für die stärkere Einbindung der Alumni in aktuelle Projekte der KAS Brasilien.

In diesem Zusammenhang stellte Dr. Silvana Krause, Altstipendiatin der KAS, die Idee eines direkten Netzwerks zwischen Altstipendiaten und unterschiedlichen Projekten der KAS-Brasilien vor. Die Resonanz auf diese neue Idee war positiv und eine engere Zusammenarbeit wird für die Zukunft geplant.

Mittelpunkt der Veranstaltung war ein Impulsvortrag des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Christian Hacke mit dem Thema „Deutschland und Europa nach den Bundestagswahlen vom 24. September 2017“. Prof. Hacke ist promovierter Politikwissenschaftler, Emeritus des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn sowie ehemaliger KAS-Stipendiat. In seinem Vortrag analysierte er den Ausgang der Bundestagswahlen sowie die Folgen für Deutschland und Europa. Er betonte, dass Deutschland vor innen- sowie außenpolitischen Herausforderungen stünde. Der Ausgang der Wahlen habe sowohl Kontinuität, durch das erneute Hervorgehen der CDU/CSU als stärkste Kraft, als auch Überraschung, durch ein Aufleben der FDP sowie den Einzug einer neuen Partei, der AfD, gezeigt. Herausforderungen sieht er aufgrund der unterschiedlichen Parteienprogramme in der Bildung der Jamaika-Koalition, aber auch im Dialog mit der AfD, der grundlegend geführt werden müsse. Zudem ging er auf die Notwendigkeit des wirtschaftlichen Voranschreitens Europas ein sowie auf die Außenpolitik, die sich auch stark außerhalb europäischer Grenzen orientieren müsse.

Anschließend fand eine thematische Diskussion statt, die auf rege Beteiligung seitens der Teilnehmer stieß. Die Journalistin und Übersetzerin Kristina Michahelles, Direktorin der Casa Stefan Zweig, moderierte die Veranstaltung.

Zum Event waren ehemalige Stipendiaten der KAS aus alle Regionen Brasiliens anwesend: Atibaia, Belém, Bento Gonçalves, Brasília, Campinas, Curitiba, Fortaleza, João Pessoa, Maceió, Piracicaba, Porto Alegre, Recife, Ribeirão Preto, Rio de Janeiro, Santana do Livramento, São Paulo und Sorocaba. Auch die Bürgermeister aus Bento Gonçalves und Sorocaba sowie ein Mitglied des Stadtrats von Piracicaba, die bereits an KAS-Studienreisen teilgenommen haben und exklusiv für die Veranstaltung nach Rio de Janeiro gekommen sind.

Autor

Carla Shores

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Brasilien, 10. November 2017