Internetmesse „Abgestürzt? Sicherheit im Netz!“.

Am 17.12 2013 veranstaltete die Konrad Adenauer Stiftung die Internetmesse „Abgestürzt? Sicherheit im Netz!“ in der Messe Bremen, an der 1100 Schüler der 8. bis 13. Klassenstufe teilnahmen.

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Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete die Internetmesse "Abgestürzt? Sicherheit im Netz! in der Messe Bremen

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete die Internetmesse "Abgestürzt? Sicherheit im Netz! in der Messe Bremen.

Viele Jugendliche denken beim Internet nur an die Chancen, die ihnen Facebook, YouTube und Co. bieten, setzten sich aber nicht ausreichend mit den Gefahren im Netz auseinander. Besonders die Sicherheit und der Datenschutz in sozialen Netzwerken sowie die Problematik von Urheberrechtsverletzungen sind Jugendlichen oft nicht präsent. Darüber sowie über Cyber-Mobbing, Sexting, Internetbetrug bis hin zu Identitäts- und Datendiebstahl leistete die Internetmesse Aufklärungsarbeit.

Das Spektrum der Aussteller reichte vom IT-Branchenverband BITKOM, welcher bei den Jugendlichen für IT-Berufe warb, über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, welches ebenso mit einem Stand vertreten war, bis zu Avira, dem Marktführer beim Virenschutz. Der Schauspieler Peter Lüchinger trat als exzentrischer, allwissender „König der Daten“ auf, und führte den Schülern vor Augen, was denen passieren kann, welche ihre Daten unbedacht herausgeben. Auch ein Live-Hacking wurde durch Tansel Kacamak, einen Studenten der Universität Bremen und Mitarbeiter des Freien Institutes für IT-Sicherheit präsentiert. Anschaulich wurde an einem modernen Smartphone gezeigt, wie Positionsdaten abgegriffen, geheime Audio- und Videomitschnitte angefertigt sowie die gesamte Kommunikation unbemerkt eingesehen und verändert werden kann, wenn das Gerät einmal infiziert ist. Dazu stellte Petra Rump vom Präventionszentrum der Polizei Bremen Möglichkeiten vor, sich im Internet zu schützen und auf Cybermobbing richtig zu reagieren. Thorsten Logemann von der Intersoft Consulting Services AG ging auf das richtige Verhalten in sozialen Netzwerken, Möglichkeiten, Handy- und Smartphone-Passwörter zu knacken und die Schwierigkeiten ein, einmal Veröffentlichtes aus dem Netz zu entfernen. Bernhard Kelz von der queo GmbH erklärte im Detail den richtigen Umgang mit Facebook und stellte Ansätze vor, sich gegen Angriffe vielerlei Art aus und im Internet zu wehren. Als Aussteller nahmen darüber hinaus an der Internetmesse teil: ServiceBureau Jugendinformation, Bremische Landesmedienanstalt, Social Media Week Hamburg, digital courage e.V., die Sparda Bank, die Hochschule für öffentliche Verwaltung und die EDYOU GmbH.

An den Bühnenpräsentationen, welche alle 30 Minuten stattfanden, zeigten die Besucher großes Interesse. Insbesondere Präsentationen mit praxisnahen Inhalten kamen beim jungen Publikum an, etwa zum Thema Facebook. Am Stand der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde die Frage „Was haltet ihr für die größte Gefahr im Netz?“ aufgeworfen. Als Antwortvorgaben wurden Cybermobbing, Hacking, Datensammelwut und Urheberrechtsverletzungen genannt. Die Schüler sollten die Frage beantworten, indem sie zwei Bälle in entsprechende Boxen warfen. Das Ergebnis war, dass Cybermobbing mit 42% der Bälle als größte Gefahr angesehen wurde. Darauf folgten Hacking mit 34% und Datensammelwut mit 12% sowie Urheberrechtsverletzungen mit 12%.

Viele Schüler und Lehrer vermissen solche konkreten Themen auf den Lehrplänen in der Schule. Auch seien, so die Jugendlichen, IT-Kompetenzen bei wichtigen Bezugspersonen wie Lehrern und Eltern nicht ausreichend ausgeprägt, um diese in die Lage zu versetzen, Themen wie Internetsicherheit oder Urheberrechtsproblematiken angemessen zu vermitteln. Auch eine Mitarbeiterin von der Bremer Polizei beklagte, dass für Bildungs- und Präventionsarbeit an Schulen und die Bearbeitung von Internetdelikten kaum Geld, Zeit und kompetentes Personal vorhanden wären.

Schüler folgender Schulen kamen zu unserer Internetmesse: Wilhelm Olbers Schule, Gesamtschule Bremen Ost, Alexander von Humboldt Gymnasium, Schulzentrum Bördestraße, Ökumenisches Gymnasium, Wilhelm Kaisen Oberschule, Kippenberg Gymnasium, Oberschule an der Lerchenstraße, Gymnasium Lilienthal, Schulzentrum Walle, Verwaltungsschule Bremen, Albert Einstein Schule, Kaufmännische Lehranstalten Bremerhaven, St. Johannis Schule, Edith-Stein-Schule, IGS Osterholz-Scharmbeck, Waldorfschule Bremen-Osterholz, Oberschule Ronzelenstraße, Allgemeine Berufsschule Bremen, Schulzentrum an der Grenzstraße. Damit waren Schulen aus Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen vertreten.

Über die Internetmesse berichteten folgende Medien: SAT.1, buten un binnen von Radio Bremen Fernsehen, Nord-West-Radio, Radio Energy, BILD Bremen, bild.de, Weser Kurier, Weser Report, Kreiszeitung, Delmenhorster Kurier, Bremer Anzeiger, Nordseezeitung, Tageblatt, Neue Presse, Die Goslarsche, Focus Online und die Deutsche Presse-Agentur(dpa). Zudem fanden sich Berichte auf den Homepages der Internetdienstleister T-Online und Arcor.

Besonderer Dank gilt der Sparda Bank Stiftung für ihre großzügige Unterstützung, den zahlreichen Ausstellern, sowie Harald Wendlberger für seine tatkräftige Mithilfe und das zur Verfügung gestellte Material.

Autor

Christian Kolowski

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Bremen, 18. Dezember 2013

Kontakt

Dr. Ralf Altenhof

Landesbeauftragter für Bremen und Leiter des Politischen Bildungsforums Bremen

Dr. Ralf Altenhof
Tel. +49 421 163009-0
Fax +49 421 163009-9