Der belgische Föderalismus

Ein Modell mit Zukunft?

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Belgien gilt allgemein als schwer regierbar. Für viele Beobachter ist das Königreich de facto zweigeteilt in das Niederländisch sprechende, wirtschaftlich starke Flandern im Norden und die Französisch sprechende, wirtschaftlich schwächere Wallonie im Süden. Hinzu kommt die kleine deutschsprachige Minderheit im Osten des Landes.

Nach insgesamt sechs Staatsreformen seit dem Jahr 1970 ist aus dem ehemals zentralistischen Staat inzwischen eine föderale Ordnung mit zum Teil weitreichenden Kompetenzen für die subnationalen Ebenen geworden. Diese fortschreitende Dezentralisierung galt lange Zeit als notwendig, um die staatliche Einheit Belgiens angesichts wachsender separatistischer Bestrebungen, vor allem in Flandern zu wahren. Jüngste Entwicklungen in Belgien aber drohen, eben diese staatliche Einheit zunehmend zu untergraben.

Autoren

Dr. Hardy Ostry, Oliver Morwinsky, Lucas Schramm

Serie

Länderberichte

erschienen

Brüssel, 1. Juni 2017

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