Koordination der interkulturellen Schulentwicklung

Qualifizierungsmaßnahme im Projekt "Projekt Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte des Landes NRW"

Die wachsende sozio-kulturelle Vielfalt prägt seit Jahren unsere Schulen. Lerngruppen setzen sich zusammen aus SchülerInnen unterschiedlicher Herkunft, Einstellungen, Werte, Mentalitäten und Bedürfnisse.

Der sensible und wertschätzende Umgang mit dieser Diversität ist die Basis zur Herstellung von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Der Erlass „Vielfalt gestalten – Teilhabe und Integration durch Bildung” ermöglicht Schulen in NRW „Integrationsstellen” zu schaffen. Ziel der Verwendung von Integrationsstellen ist die interkulturelle Öffnung von Schule.

Bisher gibt es einzelne interkulturelle Projekte an Schulen bzw. engagierte LehrerInnen, die sich um die interkulturelle Öffnung ihrer Schule bemühen. Innerhalb des Systems Schule bedarf es einer nachhaltigen und systematischen Ausbildung und Qualifizierung von Lehrkräften, die die Kompetenzen für die Implementierung eines interkulturellen Gesamtkonzepts mitbringen.

Ziel dieser Qualifizierungsmaßnahme, die nun bereits zum fünften Mal stattfindet, ist daher zum einen interkulturelle KoordinatorInnen zu qualifizieren, die die Schulentwicklungsprozesse ihrer Schule mit interkulturellem Wissen unterstützen. Dazu lernen sie im Rahmen des Qualifizierungsseminars grundlegende Handlungsfelder interkultureller Schulentwicklung kennen.

Zum anderen sollen die TeilnehmerInnen ein für die jeweilige Schule passendes Integrationskonzept erarbeiten, um mit Hilfe des sich angeeigneten Fachwissens die interkulturelle Öffnung der eigenen Schule anzustoßen.

Die Qualifizierungsmaßnahme richtet sich an interessierte Lehrkräfte aus NRW, möglichst mit praktischer interkultureller Erfahrung, die gerne in dem Themenfeld „Interkulturelle Öffnung” an ihrer Schule tätig werden wollen.

Kooperationspartner

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist eine politische Stiftung, die bundesweit in 18 Bildungsforen und Regionalbüros aktiv ist. Unsere Auslandsbüros betreuen weltweit mehr als 200 Projekte in über 120 Ländern. National und international setzen wir uns durch politische Bildung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Festigung der Demokratie, die Förderung der europäischen Einigung, die Intensivierung der transatlantischen Beziehungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit sind unsere besonderen Anliegen.

Der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen ist die Lehrergewerkschaft. Er vertritt als Berufsverband die Interessen der beamteten und angestellten Lehrerinnen an den Gymnasien, Gesamtschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Instituten für Lehrerausbildung und -fortbildung und der Weiterbildung, Hochschulen und ihnen gleichgestellten Instituten sowie bei der Schulaufsicht des Landes. Er ist Partner in allen berufs- und bildungspolitischen Belangen und bietet seinen Mitgliedern neben Rechtsschutz ein umfassendes Serviceangebot.

Das Projekt Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte des Landes NRW wurde 2007 vom Ministerium für Schule und Weiterbildung in Kooperation mit dem nordrheinwestfälischen Integrationsministerium initiiert. Ausgangspunkt des Projekts ist, dass Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte, mit ihrem jeweiligen individuellen kulturellen und sozialen Kapital, eine Ressource für jede Schule darstellen können. Die Aufgaben und Ziele des Projekts liegen daher in den Handlungsfeldern Potenziale gewinnen, Ausbildung begleiten und Personalentwicklung gestalten.