Unsere Arbeit in Chile

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Ziele der Zusammenarbeit in Chile

Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt Chile seit nun über 50 Jahren eine herausragende Stellung ein, da der Andenstaat zusammen mit Venezuela das erste Land war, wo die Stiftung im Jahr 1962 ihr internationales Engagement initiiert hat. Die KAS hat sich in diesem Zeitraum stets für die Verbreitung der Ideale von Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie eingesetzt.

Zu Beginn der Kooperation in den sechziger Jahren unterstützte die Stiftung die Reformpolitik der Regierung von Präsident Frei Montalva. Nach dem Staatsstreich im September 1973 bis zur Rückkehr zur Demokratie 1989 trug die KAS durch vielfältige Maßnahmen dazu bei, die demokratischen Strukturen im Lande zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig setzte sie sich für eine Annäherung der demokratischen Oppositionskräfte ein und wirkte an der Vorbereitung des schwierigen Übergangs zu demokratischen Verhältnissen mit.

Obwohl nach dem Ende der Militärdiktatur die Rückkehr zur Demokratie heute in vielen Bereichen erfolgreich abgeschlossen ist, gibt es immer noch eine Reihe von Defiziten, wodurch die Demokratieförderung und Stärkung der demokratischen Institutionen auch weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit der Stiftung in Chile steht.

Eine fundamentale Voraussetzung für die demokratische Konsolidierung Chiles ist die Verbesserung der allgemeinen politischen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen im Lande. In diesem Hinblick setzt sich die Stiftung für (1) die Modernisierung des Staates, (2) die Förderung der Sozialen Marktwirtschaft, (3) die Stärkung von Dezentralisierung und kommunaler Selbstverwaltung, (4) die Förderung des Themas Umwelt, Klima und Energie sowie (5) die Intensivierung des Erfahrungsaustausches zu internationalen und außenpolitischen Themen ein.


Maßnahmen und Instrumente

Zur Erreichung der oben genannten Ziele hat sich die KAS folgende Projektstruktur gegeben, die auf drei Pfeilern ruht.

I. Partnerorganisationen: Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der mittel- bis langfristigen Kooperation mit einer Reihe von programmatisch gleichgesinnten chilenischen Partnerorganisationen, wobei die Inhalte und Strategien der Zusammenarbeit ständig dem laufenden Bedarf angepasst werden.

II. Eigenmaßnahmen: Flankiert wird die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen durch die Eigenmaßnahmen der Stiftung in Form von regelmäßigen Veranstaltungen oder Publikationen zu relevanten gesellschaftspolitischen Themen.

III. Begabtenförderung: Des Weiteren betreibt die KAS in Chile seit Jahren ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm, um den politischen Nachwuchs im Lande zu fördern. Mit diesem Programm werden jährlich sowohl Magisterstudien in Chile als auch Promotions-, Magister- und Aufbaustudien in Deutschland ermöglicht.