Deutsch-Chinesische Selbst-/Fremdwahrnehmung im Spiegelbild der EXPO
März 12 Freitag
Datum/Uhrzeit
12. März 2010
Ort
Shanghai, Shanghai Akademie der Sozialwissenschaften
mit
Prof.Dr.Dr. Heinrich Timmermann, Friedrich-Schiller Universität Jena Dr. Li Yihai, Direktor, Büro f. Auswärtige Angelegenheiten, Shanghai Akademie d. Sozialwissenschaften Thomas Awe, Leiter, Auslandsbüro/Shanghai der Konrad-Adenauer-Stiftung
Typ
Seminar
Die chinesische Zentralregierung bemüht sich um ein modernes und kosmopolitisches Image für die Stadt Shanghai, die ab Mai 2010 6 Monate lang Ausstellungsort der EXPO ist.
Auch verfügbar in English
Die nationalen und internationalen Reaktionen auf die Selbstdarstellung der Metropole war der Ausgangspunkt der Maßnahme: verzerrte Wahrnehmungen wurden „entmystifiziert“.
Das Shanghai Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung führte dieses Seminar in Zusammenarbeit mit der Shanghai Akademie der Sozialwissenschaften durch. Im Mittelpunkt stand die Analyse interkulturell vermittelter Wahrnehmungen im deutsch-chinesischen Dialog.
Der Hauptredner Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann, Vorstandsvorsitzender der Akademie Rosenhof und Professor für Europäische Geschichte an der Friedrich-Schiller Universität Jena, analysierte vor akademischem Fachpublikum, Politikberatern, Studenten und Sur-Place Stipendiaten geschichtlich und politisch bedingte Entstehungsmuster des Deutschen Selbstbildes und die Wahrnehmung Deutschlands durch Andere.
Die Referentin Prof. Huang Kaifeng, stellvertretende Direktorin der Forschungs- und Koordinationsabteilung der Shanghai Akademie für Sozialwissenschaften, präsentierte die Chinesische Eigen-/Fremdperzeption am Beispiel der politischen Entwicklung der Volksrepublik in den letzten 30 Jahren. Den Vorträgen schlossen sich angeregte Debatten an.
Prof. Zhu Xueqin, Shanghai Universität, kommentierte die Beiträge der Professoren. Er betonte, dass Prof. Huang Kaifengs Vortrag dahingehend beurteilt werden soll, dass sie der Kommunistischen Partei Chinas nahestehe. Die Reaktionen auf die Präsentationen von Prof. Dr.Dr.Timmermann, Prof. Huang und Prof. Zhu bestätigen, dass das internationale Publikum Impulse für die Interpretation ihrer eigene Geschichtsschreibung und Selbst-/Fremdwahrnehumg mitnehmen konnte.
Die Referenten: v.l.n.r. Prof. Huang, Prof. Timmermann, Prof. Zhu
Ansprechpartner
Thomas Awe
Leiter des Auslandsbüros in China | Peking