Staatliche Indigenen-Politik in Lateinamerika

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Am 5. September wurde die KAS-Studie “Staatliche Indígena-Politik in Lateinamerika im Vergleich- Mexiko, Guatemala, Ekuador, Peru und Bolivien” von Dr. Angela Meentzen erst auf einer Veranstaltung für Journalisten, dann im Rahmen eines Forums vorgestellt, um darauf basierend die Indigenen-Politik des costarikanischen Staates zu diskutieren. Sowohl die geladenen Referenten, als auch das Publikum sind Experten in der Materie und repräsentieren die zuständigen staatlichen Stellen, indigene Nichtregierungsorganisationen und den universitären Sektor.

Ungefähr 75.000 Costarikaner sind indigen (ca. 2% der Bevölkerung) y gehören den Völkern Bribri, Cabécar, Huetar, Maleku, Ngöbe (Guaymi), Brunka (Boruca), Térraba, Chorotega, Teribe, Miskito und Sumo an. Die 24 indigenen Territorien befinden sich in den marginalisiertesten Regionen des Landes, sowohl der Zugang zu staatlichen Dienstleistungen, als auch die politische Partizipation ist gering, obwohl die costarikanischen Gesetze die Rechte der indigenen Bevölkerung garantieren. Es bestehen unterschiedliche staatliche Stellen, Programme und Projekte für Indigene, die jedoch bis jetzt nicht ausreichend untereinander koordiniert werden.
Die vorgestellte Studie wurde im Auftrag des KAS-Regionalprogramms “Politische Partizipation Indigener” (PPI) erstellt. Das 2005 gegründete Regionalprogramm hat sein aktuellen Sitz in Quito/ Ekuador und koordiniert regionale Weiterbildungs- und Beratungsprojekte in Bolivien, Ekuador, Guatemala, Mexiko und Peru.

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Costa Rica, 8. September 2008