Zweite Beratungssitzung mit der Partido Popular

„Die Größe ist unwichtig, was zählt ist die Relevanz und die Fähigkeit, Informationen zu übermitteln“

Vom 8. bis 10. Juni fand die zweite vom Auslandsbüro Costa Rica/Panama der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte Fortbildung für die Partido Popular statt. Verschiedene Anführer und regionale Repräsentanten hatten die Möglichkeit, sich zum Thema politische Kommunikation und öffentliche Meinung fortzubilden; Bereiche, die enorm wichtig sind, um einerseits organisatorisches Basiswissen zu erwerben und andererseits auch, damit die Partei Strategien hinsichtlich der Wahlen 2019 entwickeln kann.

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PP zweite Sitzung

Im ersten Block stellte Parteimitglied Leopoldo Alfaro eine Analyse der aktuellen nationalen Lage vor, um die Arbeit der Partei und deren Rolle als politischer Akteur in der panamaischen Gesellschaft zu kontextualisieren. Diana Abad referierte über die aktuelle Struktur und Organisation der Partido Popular laut deren Statut, um die Mitglieder zu informieren, eine gemeinsame Wissensbasis zu schaffen und die Übermittlung der Informationen in die anderen Regionen, in der die Partei agiert, anzuregen.

Im Anschluss besprach der Politikberater Gastón Iguña mit den Anwesenden, wie man sich an soziale Bewegungen annähern und Kommunikationsstrategien, die die Arbeitspläne der Partei widerspiegeln, entwickeln kann. Er ging auf wichtige Fragestellungen ein, zum Beispiel auf die Notwendigkeit, dass die Partei einen Prozess der internen Koordinierung anstößt, der es ermöglicht, die Kommunikation auf lokaler und regionaler Ebene zu vereinheitlichen. Um die Teilnehmer zu ermuntern, sagte Iguña „die Größe ist unwichtig, was zählt ist die Relevanz und die Fähigkeit, Informationen zu übermitteln“, was ausdrücken soll, dass die Mitgliederanzahl nicht entscheidend ist. Wichtig ist der Einsatz der adäquaten Mittel, um die Menschen zu erreichen, deren Interessen zu ergründen und digitale Reaktionen darauf zu entwickeln. In Hinblick auf die nächste Wahlkampagne muss es Teil der Kommunikationsstrategie der Partei sein, sich den Menschen anzunähern und sie zur Wahl zu animieren.

Die Beraterin Mora Jozami ergänzte diese Thematik mit einem Vortrag über die Relevanz der Public Relations und die möglichen Nachforschungen und Handlungen, die die Partei unternehmen kann. Sie betonte den Wert von Meinungsumfragen, die dazu dienen herauszufinden wieviel Außenstehende über die Partei wissen, wie sie über sie denken und dann die Ergebnisse zu nutzen, um in der Wahlzeit entsprechende Handlungsstrategien zu schaffen.

Unter diesem Motto ermöglichten die Berater den Teilnehmern, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden: Anhand einer Schnellsuche, um die Anzahl der Leser in ihrer Gegend zu ermitteln, die Besprechung von Trendthemen, die bearbeitet werden können und die Erörterung, wie man Umfragen erstellt, um die Gemeinden besser kennenzulernen.

Diese Phase des Projektes bot eine Plattform, in der sich die verschiedenen Parteimitglieder austauschen und neues Wissen generieren konnten. Die Gruppe zeigte außerordentliche Motivation und Lernbegierde und tauschte Erfahrungen, die sie seit der ersten Sitzung gemacht hatten, untereinander aus. Wir sind neugierig darauf, wie diese Menschen die in den Fortbildungen erworbenen Fähigkeiten anwenden und dazu nutzen, um die Partei und alle ihre Arbeitsfelder zu stärken. Die dritte Sitzung wird weitere Herausforderungen für jeden einzelnen Teilnehmer bieten, und dennoch wird es wertvoll sein, auf den Wachstumsprozess, den die Teilnehmer bis zum Ende der Beratung durchlaufen haben, zurückzublicken zu können.

Autor

Marcee Gómez Marín

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Costa Rica, 18. Juli 2018