Internationale Finanz- und Wirtschaftskrise

Stunde einer langfristig orientierten Ordnungspolitik

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Weltwirtschaft und -politik wurden in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich durch die Finanzkrise sowie massive prozesspolitische Eingriffe in das globale ökonomische Geschehen geprägt. Mit erheblichen finanziellen Mitteln und umfangreichen Garantien mussten die Nationalstaaten den Finanzmarkt stabilisieren und die wirtschaftliche Entwicklung über Konjunkturpakete stimulieren. Dieses entschlossene Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft war in der Krisensituation notwendig und unabwendbar. Eine Wende hin zu einem vorsichtigen Wirtschaftswachstum zeichnet sich inzwischen ab.

Doch die Herausforderungen an die Politik sind beachtlich: Es bedarf beherzter Schritte, um nicht von der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Staatsschuldenkrise zu geraten. Insbesondere die Industriestaaten sind davon betroffen. Für eine Vielzahl von Schwellenländern gibt es positivere Anzeichen. Hier könnte aufgrund der geringeren Verschuldungsquoten eine schnellere Rückkehr zu höheren Wachstumsraten möglich sein.

Unsere Top-Publikation: Der Euro: Grundlagen, Argumente, Perspektiven
Der Euro ist eines des wichtigsten Projekte, dem sich die europäischen Partner seit der Gründung der EU verschrieben haben. Eine gemeinsame Währung stärkt den europäischen Integrationsprojekt und symbolisiert, dass die europäischen Staaten über ihre Grenzen hinaus in der Lage sind, gemeinsam den Wohlstand in Europa zu fördern. mehr... (auch in englisch verfügbar)

Die Krise mit ihren weit verzweigten Neben- und anhaltenden Auswirkungen auf den globalen Wirtschaftsprozess ist noch nicht überwunden. Die Stunde der langfristig orientierten Ordnungspolitik – in Abgrenzung zur kurzfristig notwendigen Prozesspolitik – hat dennoch jetzt geschlagen. Beide Elemente gehören zur Sozialen Marktwirtschaft. Es sollte nun wieder eine Konzentration auf die Stabilisierung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens jenseits staatlicher Interventionen erfolgen (siehe "Leitlinien für Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften"). Dabei geht es um die Stärkung des Wettbewerbsprinzips, eine Strategie der offenen Märkte, anreizkompatible Abgaben- und Steuersysteme, die Durchsetzung des Haftungsprinzips sowie nachhaltige soziale und ökologische Solidarität – insbesondere über die Generationen hinweg. Ziel ist es, wieder eine möglichst hohe Berechenbarkeiten in der Wirtschaftspolitik zu erreichen.

Mit unserem Angebot zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise möchten wir Sie über Analysen, Berichte und Veranstaltungen der Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland und unseren rund 80 Auslandsbüros weltweit informieren.

Publikationen

Der nächste Mehrjährige Finanzrahmen

Reaktionen auf den Vorschlag der Europäischen Kommission
Am 02. Mai 2018 präsentierte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU, den lang-fristigen Haushaltsplan der Gemeinschaft für die Jahre 2021 bis 2027. Hardy Ostry, Mathias Koch, Länderberichte, 14. Mai 2018 mehr...

Notwendige Maßnahmen für die künftige Finanzarchitektur der Eurozone

Eine Perspektive aus Frankreich
Bei der aktuellen Diskussion um eine Reform des Euroraums fehlt es bisweilen am grundlegenden Verständnis der Position anderer Mitgliedstaaten. Nachdem bereits die Perspektive der Nicht-Euro-Länder beleuchtet wurde, soll nun der Blick auf Frankreich gerichtet werden. Das vorliegende Papier präsentiert Überlegungen zur Reform der Eurozone aus französischer Sicht, in diesem Fall formuliert von France Stratégie, einem dem französischen Premierminister zugeordneten Think Tank. Die darin geäußerten Positionen spiegeln ausschließlich die Meinung der Autoren wider. Christophe Gouardo, Vincent Aussilloux, 26. Apr. 2018 mehr...

Stabilität - Solidarität - Konditionalität

Bausteine eines Package Deals zur Reform des Euroraums
Trotz aller unternommenen Reformen ist der Euroraum noch nicht hinreichend auf „stürmische“ Zeiten vorbereitet. Bei den Bemühungen um eine nachhaltige Reform wird die Kompromisssuche durch den fehlenden Konsens zwischen den Mitgliedstaaten erschwert. Der vorliegende Beitrag formuliert aus christdemokratischer Perspektive Elemente für eine umfassende Reform der Eurozone, basierend auf einem flexiblen Zwei-Stufen-Modell, mit dem die Wirtschafts- und Währungsunion bis zum Jahre 2025 zu einer demokratisch und institutionell gestärkten Wirtschafts- und Fiskalunion fortentwickelt werden könnte. Christian Calliess, 23. Apr. 2018 mehr...

Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert: Ein Opfer der Globalisierung?

Festvortrag von Herrn Prof. Dr. Michael Hüther anlässlich des 85. Geburtstags von Dr. Dorothee Wilms
Über die Herausforderungen der Globalisierung für unsere Wirtschaftsordnung hielt Herr Prof. Dr. Michael Hüther anlässlich des 85. Geburtstags von Frau Bundesministerin a.D. Dr. Dorothee Wilms am 19. November 2014 einen Festvortrag. Michael Hüther, 15. Nov. 2017 mehr...

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Externe Linktipps

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Kontakt

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Leiter des Teams Wirtschaftspolitik
Matthias Schäfer
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Matthias.Schaefer(akas.de