Migration

Menschen weltweit unterwegs

Zugvögel / Foto: Wikimedia/Merops
Zugvögel / Foto: Wikimedia/Merops


Die Zahl der Menschen in Bewegung wächst. Etwa 250 Millionen internationale Migranten zählten die Vereinten Nationen im Jahr 2015. Das sind 3,3 Prozent der Weltbevölkerung. 1990 waren es noch 124 Millionen.

Von Migration spricht man, wenn eine Person ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlegt. Von internationaler Migration spricht man dann, wenn dies über Staatsgrenzen hinweg geschieht.

Neben wirtschaftlichen und persönlichen Motiven gehören regionale Krisen, aber zunehmend auch Klimaveränderungen zu den Migrationsursachen. Dabei wandern mehr Menschen von einem Land des Südens in ein anderes Südland, als vom Süden in den Norden. Europa eine zunehmend beliebte Zielregion und Deutschland in der Liste der Ziel-Staaten sogar an dritter Stelle nach den USA und Russland.

Damit die Potenziale der Migration für die Herkunfts- und die Zielländer, vor allem aber auch für die Menschen und ihre individuellen Lebensentwürfe fruchtbar werden können, bedarf es einer umfassenden Migrationspolitik. Diese kann am besten in Abstimmung mit den jeweiligen Herkunfts- und Nachbarländern entwickelt werden.

Ein Zuwanderungsland zu sein bedeutet für Deutschland einerseits, die humanitäre Verantwortung für Schutzsuchende anzunehmen und Flüchtlingspolitik so zu gestalten, dass auch Chancen daraus entstehen können. Andererseits gehört dazu auch das aktive Bemühen um Fachkräfte, um eigene staatliche Interessen zu verfolgen. Migrationspolitik geschieht im Bewusstsein, dass dadurch letztlich auch die gesellschaftliche Vielfalt zunimmt.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung führt zahlreiche Projekte zu Fragen rund um Migration und Migrations-Management durch und gibt auch in Deutschland Impulse in migrationspolitischen Debatten. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Zuwanderer mit ihren Kompetenzen und Lebensgeschichten ein integraler Bestandteil dieser Gesellschaft sind.

Publikationen

Ambitious plans, difficult implementation

An interim review of the European migration and refugee policy
The debate about the European migration and refugee policy shows no signs of coming to an end, neither at the EU level nor within the member states, although, the migration figures have dramatically decreased, the administrative chaos is resolved and humanitarian emergencies are overcome. Where does the EU stand now? What is the strategy of the EU three years after the migration and refugee crisis? What are the current and future challenges and is the EU prepared for them? This paper explains the global context and analyses the existing system – with a focus on the most recent reforms. Olaf Wientzek, Christine Kramer-Krause, 28. Mai 2018 mehr...

Ehrgeizige Pläne, schwierige Umsetzung

Eine Zwischenbilanz der Europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik
Die Debatte über die Europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik reißt nicht ab. Dabei sind die Zuzugszahlen seit 2015/2016 stark zurückgegangen, das administrative Chaos bewältigt und die humanitäre Krise überwunden. Wie ist die Europäische Union drei Jahre nach dem Beginn der Migrations- und Flüchtlingskrise aufgestellt? Wo liegen die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und ist die EU hierfür gewappnet? Das vorliegende Papier beschreibt den globalen Kontext, stellt die Herausforderungen der EU dar und entwickelt kurz- und mittelfristige Handlungsempfehlungen. Christina Catherine Krause, Olaf Wientzek, Analysen und Argumente, 23. Mai 2018 mehr...

kurzum - Zwischen Krisenbekämpfung und Nachhaltigkeit

Eine Zwischenbilanz der Europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik
Seit Beginn der Migrations- und Flüchtlingskrise hat die EU erhebliche Fortschritte, vor allem bei der kurzfristigen Krisenbewältigung erzielt: die Zuzugszahlen sind stark zurückgegangen, das administrative Chaos ist bewältigt und humanitäre Notlagen sind überwunden. Die EU ist nicht mehr im Krisenmodus. Doch es gibt noch zahlreiche Baustellen bei der langfristigen Reform der Migrations- und Asylpolitik. Christina Catherine Krause, Olaf Wientzek, 12. März 2018 mehr...

Restriktiver und menschlicher

Reform der französischen Einwanderungs- und Asylpolitik
Das derzeit gültige Einwanderungs- und Asylgesetz Frankreichs ist an seine Grenzen gestoßen. Während die Anzahl der Asylanträge im Jahr 2017 um rund 17 Prozent gestiegen ist, führen die bürokratischen Hürden und Mängel im Aufnahmesystem zu teils chaotischen Situationen und dies insbesondere in der Hauptstadt Paris, in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais sowie an der französisch-italienischen Grenze. Diese Orte wurden zum Symbol der Krise des französischen Asylrechts. Nino Galetti, Nele Katharina Wissmann, Tatjana Saranca, Länderberichte, 21. Feb. 2018 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (69)
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Joseph Chamie erklärt die Megatrends der Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert und deren Folgen für Produktion, Handel und Politik

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IOM-Direktorin Argentina Szabados über die deutsche Flüchtlingspolitik und die "komplexe Katastrophe Syrien"

Kontakt

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Koordinatorin Flucht und Migration
Dr. Christina Catherine Krause
Tel. +49 30 26996-3445
Fax +49 30 26996-53445
christina.krause(akas.de