Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen

Zum Hintergrund

Der 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 hat erneut in Erinnerung gerufen, wie nachhaltig dieses Ereignis die globale Sicherheitslage verändert hat. Der internationale Terrorismus bestimmt seither maßgeblich die globale sicherheitspolitische Agenda.

Wie dem transnationalen islamistischen Terrorismus begegnen?

Vom 22. bis 24. November 2017 fanden sich die Mitglieder des KAS-Arbeitskreises „Terrorismus und Innere Sicherheit“ unter der Leitung von Dr. Kristina Eichhorst, Koordinatorin für Terrorismusabwehr und Krisenmanagement, zum zweiten Arbeitstreffen zusammen. Weiterlesen...

Spätestens mit der Entstehung des sog. Islamischen Staates (IS) und der Ausrufung seines Kalifats im Juni 2014 wurde aus der internationalen Dimension dieser Bedrohung verstärkt auch eine nationale bzw. europäische Dimension: Europa sieht sich seither nicht nur mit dem Phänomen der sog. Foreign Terrorist Fighters konfrontiert, sondern auch mit einem bis dato nicht gekannten Ausmaß terroristischer Gefährdungslagen und verübter Anschläge auf europäischem Boden. Die gezielte Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Anfälligkeit für die Ideologie des IS zeigt, dass es sich bei dem beschriebenen Phänomen um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung handelt, die multidisziplinäre Antworten erfordert.

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen

Vom 23. bis 25. Juni trafen sich in Cadenabbia junge Experten und erfahrene Praktiker aus den Bereichen internationale und innere Sicherheit, Radikalisierungsprävention sowie Terrorismusbekämpfung. Weiterlesen...

Zielsetzung

Zu den skizzierten Entwicklungen gibt es in Deutschland vielfältige Expertise: Zahlreiche Fachleute arbeiten hierzu in Behörden, Ministerien und Sicherheitsinstitutionen genauso wie in Thinktanks, NGOs, der Wirtschaft und den Medien. Um den Austausch zwischen ihren Arbeitsfeldern zu intensivieren, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung den „Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit“ ins Leben gerufen.

Der Arbeitskreis richtet sich insbesondere an Nachwuchskräfte und Young Professionals und soll ihnen einen Rahmen bieten, in dem unterschiedlichste Disziplinen aufeinandertreffen: außenpolitische Expertise im Bereich des internationalen Terrorismus auf juristische Expertise im Bereich der Inneren Sicherheit genauso wie praktische Erfahrung im Bereich der Radikalisierungsprävention auf jene aus dem Bereich der Strafermittlung oder anderen Arbeitsfeldern.

Ziel ist es, die Themenbereiche der Inneren und Äußeren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung und der Radikalisierungprävention stärker zu verknüpfen. Langfristig soll so ein Netzwerk von Nachwuchskräften aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Behörden, Zivilgesellschaft, Medien und Wirtschaft entstehen, die aktuelle Fragestellungen unter Einbringung vielfältiger unterschiedlichster Perspektiven und Erfahrungen diskutieren und Politikempfehlungen entwickeln können.

Mitglieder

Der Arbeitskreis ist offen für Experten und Praktiker (Doktoranden, Berufseinsteiger und Young Professionals) aus den Bereichen Innere und Äußere Sicherheit, Radikalisierungs- und Terrorismusprävention sowie –bekämpfung, die sich mit den Zielen der Konrad-Adenauer-Stiftung identifizieren und ihrer Arbeit verbunden fühlen. Wer Interesse an der Mitarbeit im Arbeitskreis hat, sollte auf wenigstens einem der genannten Themengebiete über fachliche Expertise verfügen. Vorausgesetzt wird zudem ein Master-Hochschulabschluss oder vergleichbare Qualifikationen.

Für weitere Informationen richten Sie sich gern an die Programmverantwortliche Dr. Kristina Eichhorst.

Publikationen

Der Australien-ASEAN-Sondergipfel: die neue Bedeutung der ASEAN für Australien

Vereint im Kampf gegen den Terrorismus
Im Februar vergangenen Jahres hatte der australische Premier Malcolm Turnbull gemeinsam mit der Premierministerin von New South Wales, Gladys Berejiklian, für März 2018 einen Australien-ASEAN-Sondergipfel in Sydney angekündigt. Sondergipfel sind für die südostasiatische Staatengemeinschaft und ihre zehn Dialogpartner (Australien, Kanada, China, die EU, Indien, Japan, Neuseeland, Russland, Südkorea und die USA) nichts Neues; dieses Gipfeltreffen vom 17. und 18. März in Sydney war allerdings das erste Treffen der Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Länder dieser Art in Australien. Beatrice Gorawantschy, Länderberichte, 22. März 2018 mehr...

Linksextreme Gewalt und Linksterrorismus in Deutschland und Europa

Reale Gefahr oder bürgerliches Schreckgespenst?
Die Ausschreitungen anlässlich des G-20-Gipfels in Hamburg im Sommer 2017 haben das Eskalationspotential der linksextremen Szene offenbart. Es ist nicht das erste Mal, dass es in jüngster Zeit zu massiver linksextrem motivierter Gewalt kam. Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007/08 stieg in Deutschland und in anderen - v.a südeuropäischen - Ländern das linksextreme Gewalt- und Personenpotential erheblich an. Das Papier betrachtete das Gefahrenpotential, das in Europa von linker Militanz ausgeht, und wirft die Frage auf, ob ein neuer Linksterrorismus droht. Norman Siewert, Analysen und Argumente, 9. Feb. 2018 mehr...

Myanmar – neue Brutstätte für Terrornetzwerke?

Die "Arakan Rohingya Salvation Army" (ARSA) im Fokus
Am 1. Februar 2018 warf ein bisher unbekannter Mann einen Brandsatz auf das Grundstück der Residenz von Myanmars de facto-Premierministerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Rangun . Auch wenn die Sicherheitsbehörden den Vorgang zwar ernst nahmen, ihn aber gleichwohl nicht überbewerten wollten, gilt: Die steigende Bedrohung durch Terrorismus in Südostasien wird andernorts, besonders in Europa, bisher kaum wahrgenommen. Dabei sollte Myanmar aus guten Gründen im Zentrum des Interesses entsprechender Analysen stehen. Norbert Eschborn, Maria Kusmina, Länderberichte, 8. Feb. 2018 mehr...

Deutschland nach dem „Islamischen Staat”

Entwicklungen, Auswirkungen, Handlungsempfehlungen
Die weitgehende Zurückdrängung des „Islamischen Staates“ in Syrien und Irak ist kein Anlass zur Entwarnung. Reste werden in Form von einzelnen Zellen weiterbestehen. Die dschihadistische Ideologie wird auch in Zukunft Terrorgruppen inspirieren und zu Anschlägen verleiten. In welche Richtung entwickelt sich der IS nach der militärischen Niederlage? Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für Deutschland? Das Papier zeigt Auswirkungen einer möglichen Transformation des IS auf die dschihadistische Szene in Deutschland auf und gibt Handlungsempfehlungen für die deutsche Innen- und Außenpolitik. Andreas Jacobs, Analysen und Argumente, 6. Feb. 2018 mehr...

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Norman Siewert
norman.siewert(akas.de