Die Vereinten Nationen

Was sind die Vereinten Nationen, mit welchen Themen befassen sie sich und was sind ihre Ziele?

Die Terrorgruppe des sogenannten Islamischen Staates (Daesh), der Konflikt in der Ukraine, die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA sowie die Flüchtlingsbewegungen auf dem afrikanischen Kontinent und im Nahen und Mittleren Osten sind nur einige der Themen, die auf internationaler Ebene derzeit diskutiert werden. Es sind Herausforderungen, die ein Akteur nicht bewältigen kann. Angesicht dieser vielfältigen Aufgabenstellungen rücken die bereits 1945 gegründeten Vereinten Nationen heute wieder verstärkt in den Fokus. Ihre Ziele, mit mehr internationaler Zusammenarbeit Sicherheit und Frieden zu gewährleisten, sind heute aktueller denn je.

Skulptur
Skulptur "Knotted Gun" vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen / Foto: ZhengZhou/wikimedia/CC BY-SA 3.0

2017 zählt die Organisation der Vereinten Nationen (UN) insgesamt 193 Mitgliedsstaaten. Zur jährlichen UNO-Vollversammlung treffen sich alle Staaten im UN-Hauptquartier in New York. Daneben liegen weitere offizielle Hauptsitze der UN in Nairobi, Genf und Wien. Zudem befinden sich in Bonn momentan 19 UN-Organisationen, darunter das UN-Freiwilligenprogramm. Um möglichst viele Ländern zu repräsentieren und gleich zu gewichten wurden Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch, Russisch und Chinesisch als offizielle Amtssprachen festgelegt. Neben der Vollversammlung gliedern sich die Vereinten Nationen noch in fünf weitere sogenannte Hauptorgane:

Die Organe der Vereinten Nationen
Die Organe der Vereinten Nationen

Öffentlichkeitswirksam sind vor allem die Friedensmissionen (Peacekeeping-Missionen) der UN-Blauhelmsoldaten. Wegen der teilweisen Blockade des Sicherheitsrates im "Kalten Krieg" wurden vor dem Jahr 1988 nur insgesamt 17 Missionen mandatiert. Seitdem sind weitere 52 Missionen beschlossen worden, sodass die Blauhelmsoldaten bisher in 69 Missionen eingesetzt wurden. Die aktuell 16 laufenden Friedensmissionen sind hier dargestellt:

Karte der aktuellen Friedensmissionen der Vereinten Nationen
Karte der aktuellen Friedensmissionen der Vereinten Nationen

Anfang 2017 wurde Antonio Guterres zum neuen Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt. Der ehemalige portugiesische Premierminister und Regierungschef war von 2005 bis 2015 hoher Flüchtlingskommissar der UN. In einer Zeit der Abwendung von multilateralen hin zu bilateralen internationalen Vereinbarungen wird sich zeigen, welche Rolle die Vereinten Nationen in der Zukunft einnehmen werden.

Publikationen

Entspannung zwischen Nord- und Südkorea

Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung über Ostasien und die Annäherung auf der koreanischen Halbinsel
Die koreanische Halbinsel steht im Fokus der globalen Aufmerksamkeit. Seitdem Kim Jong Un die Macht von seinem Vater übernommen hat, reihte der nordkoreanische Diktator einen Raketen- und Nukleartest an den nächsten. Doch im Januar 2018 trafen sich Vertreter beider Staaten nach zwei Jahren Funkstille wieder zu Gesprächen - und im April 2018 kamen sogar die Staatschefs zusammen. Über die Entwicklungen in Ostasien berichten die Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung aus der Region und aus anderen Teilen der Welt. Ihre wichtigsten Beiträge finden Sie auf dieser Seite. 9. Aug. 2018 mehr...

Die Vereinten Nationen – UNbezahlbar?!

Warum wir uns die UNO leisten müssen
Es ist ein Leichtes, auf die Vereinten Nationen zu schimpfen: vom sich selbst blockierenden Sicherheitsrat über nicht enden wollende Friedenseinsätze bis zur überbordenden Bürokratie und jahrzehntelang aufgeschobenen Reformvorhaben bietet die Organisation viele Angriffsflächen. Meint man es mit Multilateralismus und internationaler Zusammenarbeit jedoch Ernst, tut man gut daran, einen differenzierteren Blick auf die 1945 gegründete Weltorganisation zu werfen. Magdalena Jetschgo-Morcillo, 29. Juni 2018 mehr...

„Das angekündigte Sanktionsregime birgt großes Potential für Spannungen zwischen den transatlantischen Partnern“

Dr. Patrick Keller zum Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen
Die USA sind aus dem Iran-Abkommen ausgestiegen. Macht das die Welt unsicherer? Patrick Keller ist Koordinator der Außen- und Sicherheitspolitik der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seine Schwerpunkthemen sind die Nato und die Sicherheitspolitik sowie die USA und die transatlantischen Beziehungen. Im Interview spricht er über das Abkommen und die Konsequenzen des USA-Rückzugs. 14. Mai 2018 mehr...

Mauern, Verbote, Abschiebungen: US-Einwanderungspolitik im Zeichen von "America First"

Einschätzungen von US-Experten und Empfehlungen für Deutschland und Europa, um die internationale Kooperation in Migrationsfragen zu stärken. Céline-Agathe Caro, Länderberichte, 20. Jan. 2018 mehr...

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Dr. Stefan Friedrich im KAS.de-Interview über die Arbeit seines Büros in New York und aktuelle Entwicklungen bei den Vereinten Nationen.

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Leiterin des KAS-Büros New York
Andrea Ellen Ostheimer
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Andrea.Ostheimer(akas.de