Medienprogramm

Für freie und unabhängige Medien

Presse- und Meinungsfreiheit sind grundlegende Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit einer Demokratie. Aber in vielen Ländern der Welt ist Medienfreiheit nicht gegeben. Regierungen schränken die Medien ein, indem sie Medienhäuser zensieren, den gesetzlichen Rahmen für ungültig erklären oder Journalisten unter Druck setzen. Eine zunehmende wirtschaftliche Konzentration im Mediensektor unterbindet Vielfalt und die Abhängigkeit von wenigen Werbekunden führt zu unangemessenen Zugeständnissen. Für viele Journalisten gehört Selbstzensur mittlerweile zum Alltag. Wann immer bürgerliche Rechte nicht respektiert werden, gibt es keine Medienfreiheit und ein demokratisches System kann sich weder entwickeln noch überleben.

Wer Demokratie fördern will, muss auch die Entstehung unabhängiger und freier Medien fördern. Hierfür setzt sich die Konrad-Adenauer-Stiftung seit über 40 Jahren ein. Was in den 1970er Jahren mit einzelnen Projekten begann, hat sich zu einem umfassenden Programm entwickelt, in dem Experten eine Vielzahl an Projekten umsetzen.

Über Büros in Johannesburg, Singapur und Sofia unterstützt das Medienprogramm in seiner jeweiligen Region die Medien dabei, ihre politische Verantwortung wahrzunehmen und zur Entwicklung der Demokratie beizutragen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu stärken, damit sich eine unabhängige Medienlandschaft entwickeln kann und die Grundlage dafür zu schaffen, dass eine freie Meinungsbildung in Politik und Gesellschaft stattfinden kann.

Das Medienprogramm fördert:

  • unabhängige Journalisten, die ihre Rolle als “watch-dog” einnehmen
  • eine freie und unabhängige Medienlandschaft
  • eine professionelle und werteorientierte politische Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern

Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet das Medienprogramm mit lokalen Partnern wie Journalistenverbänden, Ausbildungsinstitutionen, Presseräten, Medieneignern, Parteien, Medienhäusern oder NRO. Dabei wird kein rein technischer, sondern ein politischer, auf Dialog und gemeinsame Werte setzender Ansatz verfolgt. Das schlägt sich auch in den Formaten nieder, die das Programm verwendet. In allen drei Regionen sowie in Deutschland kommen Medienschaffende auf nationalen und internationalen Konferenzen zusammen, Journalisten und Pressesprecher werden in Seminaren, Workshops oder Studienprogrammen weitergebildet. Das Medienprogramm führt auch Umfragen und Studien durch und veröffentlicht regelmäßig Publikationen zu Themen wie investigativem Journalismus, Medienrecht, politischen Meinungsumfragen oder dem Einfluss des Internets und sozialer Medien auf den Journalismus. Eine professionelle Politische Kommunikation fördert die Konrad-Adenauer-Stiftung in Lateinamerika mit dem Regionalprojekt Parteienförderung und Demokratie in Lateinamerika.

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Forum Medien und Entwicklung

Ihre internationalen Aktivitäten im Bereich Medienförderung ergänzt die Stiftung durch Maßnahmen in Deutschland. Hierzu gehört u.a. die Teilhabe am wissenschaftlichen Diskurs über Politik und Medien, der seit Jahren über das Forum Medien und Entwicklung (FoME) stattfindet, ein Netzwerk, das Organisationen und Akteure aus dem Bereich der Medienentwicklungszusammenarbeit im deutschsprachigen Raum vereint. Mehr Informationen zum "Forum Medien und Entwicklung" finden Sie hier.

Publikationen

"Nutzen Sie Soziale Medien, aber lassen Sie sich nicht von ihnen treiben."

Christoph Plate, Leiter des Medienprogramms Subsahara-Afrika, im Interview über die Rolle des Journalismus in Afrika
In den 53 afrikanischen Staaten ist die Pressefreiheit sehr unterschiedlich weit ausgeprägt. Für eine Aussage, die man in Südafrika ohne Probleme äußern kann, ist es möglich, in Simbabwe und Angola eingesperrt zu werden. Wie es um die Pressefreiheit in Afrika bestellt ist, welche Bedeutung Fake-News für die afrikanische Gesellschaft haben und wie Medienhäuser es schaffen, trotz sinkender Auflage weiterhin zu bestehen, erklärt Christoph Plate im Videointerview. 19. Juli 2018 mehr...

Rangliste der Pressefreiheit: Die meisten Balkanländer verbessern sich nur nominell

Problembereiche bleiben Medientransparenz und Unabhängigkeit
Die Medienfreiheit hat sich nominell in sieben Staaten Südosteuropas verbessert, in dreien sind Rückschritte festzustellen: Das ist das Ergebnis der neuen Rangliste der Pressefreiheit der Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG). Rumänien, Bosnien und Herzegowina und Kroatien werden von ROG aktuell am besten bewertet (Plätze 44, 62 und 69 von 180 Ländern weltweit). Mazedonien und Bulgarien tauschen ihre Platzierung (Rang 109 und 111) und sind erneut die Schlusslichter in der Region. Manuela Zlateva, Darija Fabijanić, 25. Apr. 2018 mehr...

Adenauer Fellowship

Auch in diesem Jahr vergeben wir an asiatische Journalisten und Kommunikationsexperten Studienstipendien für Master-Programme in der Einsatzregion. Der Bewerbungszeitraum beginnt am 16. April und endet am 31. Mai 2018. 5. Apr. 2018 mehr...

"Wir wählen die Freiheit."

Wer wir sind und was wir Ihnen bieten
Der Imagefolder informiert kurz und knapp über die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Leitlinien, ihre Ziele und ihren Auftrag. Und natürlich über unsere Angebote an Sie: Politische Bildung und Beratung, Stipendien, Wissenschaftliche Dienste und Internationale Arbeit, Veranstaltungen und Publikationen und vieles mehr. 7. Feb. 2018 mehr...

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Referentin für Außendarstellung und Medien
Anna Hoffmann
Tel. +49 30 26996-3388
Fax +49 30 26996-53388
Anna.Hoffmann(akas.de