Integration

Der Weg in eine gemeinsame Zukunft

Bild: kamyq/pixabay
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Die Integrationspolitik hat in den letzten Jahren einen Bedeutungszuwachs erlebt. Kaum ein Thema erregt so viel öffentliches Interesse, stößt auf so viel Diskussionsbedarf, erzeugt aber auch viel persönliches Engagement. Im Jahr 2015 hatten rund 17 Millionen Menschen in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte. Viele leben bereits in der dritten und vierten Generation in Deutschland und mehr als jeder zweite von ihnen hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Gleichzeitig hat Deutschland in den letzten Jahren wieder einen starken Anstieg an Einwanderung erlebt. Dabei hat nicht zuletzt auch die Zahl von Flüchtlingen stark zugenommen und der Integrationspolitik eine neue Dynamik verliehen.

Der Themenbereich Integration verbindet praktische mit grundsätzlichen Fragen. Zum einen geht es darum, wie Integrationsangebote gestaltet werden können, um Ausländern und Menschen mit Einwanderungsgeschichte eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland zu ermöglichen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Frage nach der richtigen Balance zwischen Fördern und Fordern. Zum anderen ist die Einsicht gewachsen, dass Integration nicht unabhängig von grundsätzlicheren Fragen betrachtet werden kann. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit dem eigenen nationalen Selbstverständnis, der eigenen Kultur und jenen Werten, die unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung zugrunde liegen. Diese Fragen rücken in einer religiös und ethnisch vielfältigeren Gesellschaft immer stärker in den Vordergrund.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung greift diese Fragen auf und entwickelt gemeinsam mit Wissenschaftlern und Politikern Lösungsansätze. Integrationspolitik wird auch für die nächsten Jahre eine große Zukunftsherausforderung für Deutschland bleiben.

Publikationen

Integration auf kommunaler Ebene

Handlungsempfehlungen für eine gelingende Integration vor Ort
Integration, zumal die Integration der in den letzten Jahren nach Deutschland migrierten Flüchtlinge, ist eine Aufgabe, die zuvorderst in der Kommune – „vor Ort“ – bewältigt werden muss. Aufbauend auf den Ergebnissen der im Frühjahr 2017 erschienenen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung „Integration vor Ort“, wird im vorliegenden Papier der Frage nachgegangen, wie Integration in das Stadt- und Gemeindeleben gelingen kann. +++ ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE Volker Kronenberg, Analysen und Argumente, 12. Dez. 2017 mehr...

Integrationspolitik in der Tschechischen Republik

Die Tschechische Republik hat sich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland gewandelt. Unter den vier postkommunistischen Visegrád-Staaten ist heute der Anteil der ausländischen Bevölkerung in der Tschechischen Republik am höchsten und spiegelt wesentlich die historischen Beziehungen zu den Nachbarn in Mittel- und Osteuropa und zu den ehemals kommunistischen Ländern weltweit wider. Integrationspolitische Maßnahmen wurden erst seit der Jahrtausendwende umgesetzt und sind bis heute stark von europäischer Finanzierung abhängig. Markéta Blažejovská, Analysen und Argumente, 17. Okt. 2017 mehr...

Integration durch Sport

Konkrete Ansätze für eine gelingende Integration
Sport gilt allgemein als Integrationsmotor. Er bietet Raum für zwischenmenschliche Begegnungen und ein unverkrampftes Miteinander, über das Vorurteile abgebaut und Integration gestaltet werden kann. Gerade Sportvereine können für Menschen mit Migrationshintergrund und aktuell für Flüchtlinge ein Zugangsweg zu unserer Kultur und ein Lernort für Partizipation und bürgerschaftliches Engagement sein. Integration im Sport findet aber nicht wie von selbst oder nebenbei statt, sondern bedarf einer pädagogisch durchdachten Planung und Ausrichtung der Integrationsprozesse. Benedict Göbel, Analysen und Argumente, 12. Juli 2017 mehr...

Flucht, Asyl und Integration

Entwicklungen und politische Entscheidungen in Deutschland
Das Thema Ausländer/Flüchtlinge/Integration wird von den Deutschen mit Abstand als das wichtigste Problem wahrgenommen. Dabei ist die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge seit Sommer 2016 drastisch zurückgegangen. Die Asylantragszahlen liegen unter dem Niveau von vor der Flüchtlingskrise 2015. Obwohl die Flüchtlingszahlen dafür sprechen, dass die Flüchtlingskrise als solche vorüber ist, beschäftigt das Thema die Menschen weiterhin, jedoch mit kontinuierlich sinkender Tendenz. Benedict Göbel, 8. Juni 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (137)
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Kontakt

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Koordinator für Integrationspolitik
Benedict Göbel
Tel. +49 30 26 996 3457
Fax +49 30 26 996 3551
benedict.goebel(akas.de