Islam und Demokratie

Grenzen und Möglichkeiten des Dialoges

Islam und Demokratie werden häufig als Gegensatz wahrgenommen. Seit vielen Jahren wird unter Muslimen und Nicht-Muslimen kontrovers diskutiert, ob und wie der Islam mit demokratischen Vorstellungen von Staat, Gesellschaft und freiheitlicher Rechtsordnung zu vereinbaren ist.

Im Rahmen des Projekts „Islam und Demokratie“ werden diese Diskussionen aufgegriffen, gebündelt und für die politische Bildungsarbeit nutzbar gemacht. Im Vordergrund stehen dabei neue und kreative Ansätze progressiven Denkens im zeitgenössischen Islam.

Publikationen

Die Türkei vor historischen Wahlen

Neues System, alter Präsident?
Am 24. Juni 2018 wählt die Türkei zum ersten Mal seit dem per Volksabstimmung beschlossenen Wechsel vom parlamentarischen zum Präsidialsystem ihren Präsidenten und ein neues Parlament. Die vorgezogenen Wahlen stehen im fragilen Kontext eines möglichen Wirtschaftsabschwungs und geopolitischer Umorientierung. Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan wird sich voraussichtlich in einer Stichwahl um das Präsidentenamt durchsetzen. Weniger hoffnungsvoll blickt seine Partei auf die Parlamentswahlen, in denen die Opposition, auch mit Hilfe eines Wahlbündnisses, eine Parlamentsmehrheit erlangen könnte. Sven-Joachim Irmer, Alexandra Paulus, Länderberichte, 3. Juni 2018 mehr...

Regierungskrise in Tunesien

Punischer Krieg oder karthagischer Frieden?
„Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.“ Mit diesen Worten bat Cato der Ältere den römischen Senat, Karthago zerstören zu dürfen. 2018 wird in Karthago um die politische Zukunft Tunesiens verhandelt und aller Voraussicht nach wird es erneut großen Schaden nehmen. Nur drei Wochen nach den ersten freien Kommunalwahlen – solche, die eigentlich für einen politischen Wendepunkt sorgen sollten – stürzt Tunesien in eine weitere Regierungskrise. Lukas Kupfernagel, Ghaydaa Thabet, Länderberichte, 1. Juni 2018 mehr...

Der Irak am Scheideweg: Stabilisierung oder weitere Fragmentierung?

Parlamentswahlen sind wegweisend für Stabilisierungs- und Reformbemühungen
Erstmals nach dem militärischen Sieg über den Islamischen Staat (IS) finden am 12. Mai 2018 nationale Parlamentswahlen im Irak statt. Die Wahlen werden entscheidend dafür sein, ob es dem Irak nach Jahren des Krieges gelingen wird, sich politisch zu stabilisieren, ein landesweites Sicherheitsregime zu etablieren und einen dringend notwendigen Reformkurs einzuschlagen. Trotz enormer Herausforderungen zeichnete sich bereits im Vorfeld der Parlamentswahlen eine weitere Fragmentierung der Parteienlandschaft ab, während konkrete Sachthemen in den Hintergrund des politischen Diskurses gerückt sind. Nils Wörmer, Hannes Pichler, Länderberichte, 6. Mai 2018 mehr...

KAS und AAN veröffentlichen gemeinsam neue Studie zur afghanischen Parteienlandschaft

OUTSIDE, INSIDE - Afghanistan’s paradoxical political party system (2001-16)
Bereits 2006 hatte die Konrad-Adenauer-Stiftung Afghanistan gemeinsam mit Herrn Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network eine Studie über die politischen Parteien in Afghanistan erstellt. Jetzt, im Abstand von zwölf weiteren, ereignisreichen Jahren in Afghanistan, hat Herr Ruttig mit Unterstützung des KAS-Auslandsbüros Afghanistan an die bisherige Studie anknüpfend, eine neue Studie mit dem Titel „AUSSERHALB, INNERHALB - Afghanistans paradoxes Parteiensystem (2001-16)“ (englisch „OUTSIDE, INSIDE - Afghanistan’s paradoxical political party system 2001-16“) vorgelegt. Matthias Riesenkampff, 6. Mai 2018 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (174)