Medienpolitik

Sicherung der Meinungsvielfalt in einer digitalen Medienordnung

Die Medien sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft sichern die demokratische Gesellschaft in Deutschland und Europa. Solange Medien über Audio und Video verbreitet werden - unerheblich auf welchen Bildschirmen - wird die Medienpolitik die Plattform sein, auf der eine moderne nationale und europäische Medienordnung weiterentwickelt werden kann.

Die traditionellen Medien wie Presse, Rundfunk, Fernsehen sind dabei, ihre Deutungshoheit zu verlieren, die Kommunikation und Meinungsbildung werden immer mehr auf die sozialen Medien verlegt. Ebenso verschwimmen die Grenzen zwischen Mediennutzern und Medienmachern. Was bedeutet das für die Informations- und Kommunikationsfreiheit? Mediendemokratie funktioniert nur mit einem unabhängigen professionellen Journalismus: Für einen offenen Meinungs- und Willensbildungsprozess braucht die Gesellschaft Medien, die aus verlässlichen und glaubwürdigen Quellen Sachverhalte und Werte vermitteln, erklären und einordnen. Werden die sozialen Medien und die großen Gatekeeper der Intermediäre sich selbst ethisch in die Pflicht nehmen, um den Schutz der Grundwerte, den Jugend- und Verbraucherschutz zu gewährleisten? Oder bedarf es einer Regulierung, die unsere Werte und die Verankerung wichtiger gesellschaftspolitischer Interessen sichert? Wie lauten die medienpolitischen Antworten für ein digitales Leitmedium eines unabhängigen Journalismus? Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet diese Diskussionen mit Fachgesprächen, Studien und Veranstaltungen.

Publikationen

Rückenwind für anstehende notwendige Reformen

Zur Volksabstimmung über den Schweizer Rundfunk und ihre Auswirkungen auf die Debatte in Deutschland
Gegner und Befürworter hatten dem Tag der Abstimmung mit Spannung entgegen gesehen. Das Ergebnis des Volksentscheids zur Rundfunkgebühr in der Schweiz („No Billag“) war dann aber doch viel klarer, als die einen erhofft und die anderen befürchtet hatten: 71,6 Prozent der Wähler lehnten die Vorlage der Gebührengegner ab. Oder anders ausgedrückt: Immerhin stimmte ein Drittel für die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Systems. Über das Ergebnis der Abstimmung sprach die Redaktion mit Daphne Wolter, Expertin für Medienpolitik und Mitarbeiterin der Hauptabteilung Politik und Beratung. Daphne Wolter, 5. März 2018 mehr...

UKRAINISCHE MEDIENLANDSCHAFT 2017

KAS POLICY PAPER 29
Die "Ukrainische Medienlandschaft 2017" ist ein analytischer Bericht, in dem Entwicklungstendenzen ukrainischer Medien 2016 und 2017, der Medienmarkt der Ukraine und die dazugehörigen Strukturen beschrieben werden. Als Autoren des Berichts traten führende Medienexperten der Ukraine auf, und zwar Olexij Mazuka, Serhij Tomilenko, Olexij Pohorelow, Oles Hojan, Andrij Jurytschko, Tetjana Lebedjewa und Vitali Moros auf. Als Herausgeber fungierte Prof. Valeri Iwanow, Präsident der Akademie der Ukrainischen Presse. 6. Feb. 2018 mehr...

Digitale Desinformation

Grundlagen
Große Desinformationskampagnen wie zur US-Wahl im Jahr 2016 oder zur Wahl in Frankreich 2017 gab es während der vergangenen Bundestagswahl offensichtlich nicht. Dennoch machten absichtlich lancierte Falschmeldungen während des Wahlkampfes einige Schlagzeilen. Die große Herausforderung im digitalen Miteinander wird sein, das Wechselverhältnis von Mediennutzern und Meinungsmachern besser zu erklären und zu analysieren, wie digitale Desinformationen schneller erkannt werden können. Tim Hwang, 6. Dez. 2017 mehr...

Das Recht auf Information und die Meinungsfreiheit

In Zusammenarbeit mit dem European Center erschien im September das Handbuch: „Recht auf Information und die Meinungsfreiheit“. Das Handbuch richtet sich an Mitarbeitern der öffentlichen und lokalen Verwaltung, Journalisten und Bürgern, die keinen juristischen Hintergrund haben. Das Recht auf Meinungsfreiheit und Zugang zu Information zählt zu den politisch-bürgerlichen Menschenrechten. Es fördert die Umsetzung anderer Menschenrechte, wie z.B des Rechts auf Teilnahme an öffentlichen Angelegenheiten. Gleichzeitig ist seine Verwirklichung eine wichtige Voraussetzung für gute Regierungsführung. 15. Sept. 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (19)

Kontakt

Abbildung
Koordinatorin Medienpolitik
Daphne Wolter
Tel. +49 30 26996-3607
Fax +49 30 26996-53607
daphne.wolter(akas.de