Islam und Politik

Muslime und Staat in Deutschland und Europa

Nicht erst seit dem viel zitierten Satz, dass der Islam zu Deutschland gehöre, werden Gespräche mit Vertretern der islamischen Gemeinschaften in einer Vielzahl von Gremien auf allen Ebenen geführt.

Diese Begegnungen haben zwei Aspekte: Zum einen geht es um die Integration von Menschen muslimischen Glaubens in die deutsche Gesellschaft. Die Problematik wird unter dem Stichwort „Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ behandelt.

Zum anderen geht es um die religiösen Grundlagen für politisches Handeln. Muslime wollen auch in ihrer religiösen Prägung respektiert werden. Religiöse Werte stärken politische Werte. Die Fundierung von Wertvorstellungen behandelt der „Interreligiöse Gesprächskreis“. Er beschäftigt sich u. a. mit dem Koran als Quelle ethischer Werte, sowie dessen Kompatibilität mit christlichen Werten.

Über die Aktivitäten in Deutschland hinaus steht die Konrad-Adenauer-Stiftung in der Internationalen Zusammenarbeit im Dialog mit dem Islam weltweit. Da die Meinungsvielfalt und Pluralität politischer und weltanschaulicher Überzeugungen unter Muslimen groß ist, richten sich die Projekte nicht primär an „den“ Islam, sondern an konkrete Muslime, die bestimmte Inhalte, Ziele und Interessen repräsentieren und die eine Zusammenarbeit fruchtbar erscheinen lassen.

Publikationen

kurzum - Nahöstliche Judenfeindlichkeit

Seit dem Angriff auf einen Kippa-tragenden Passanten in Berlin diskutiert Deutschland über Judenhass unter Zugewanderten aus dem Nahen und Mittleren Osten. Endlich, muss man hinzufügen. Denn religiös motiviertes Mobbing und Judenfeindlichkeit sind in nahöstlich geprägten Migrantenmilieus schon seit Jahren präsent und stellen längst eine Herausforderung für Schulen, Behörden, Kulturbetriebe und – nicht zuletzt – die Betroffenen dar. Andreas Jacobs, 27. Apr. 2018 mehr...

Auf dem Weg in die Marabukratie?

Muslimische Bruderschaften und ihr Einfluss in Senegal. Ein Bericht von Thomas Volk
Senegal gilt als stabile Demokratie und Beispiel für religiöse Toleranz in Westafrika. 90 Prozent der Senegalesen sind Muslime und in einer der vier Bruderschaften des Landes organisiert. Diese prägen seit jeher das politische, wirtschaftliche und soziale Gefüge des Landes. Seit Jahren werden die Bruderschaften politisch einflussreicher. Thomas Volk, 10. Jan. 2018 mehr...

Eskalation am Tempelberg

Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verschärft Sicherheitsvorkehrungen und löst damit Gewaltwelle aus
In einem Konflikt, der zunehmend religiös aufgeladen wird, sorgt schon die kleinste Veränderung des Status quo am Jerusalemer Tempelberg für erhitzte Gemüter. In Zeiten politischen Stillstandes ist das Eskalationspotential besonders hoch, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Die aktuelle Krise war deshalb absehbar und hätte mit einem besseren Krisenmanagement verhindert werden können. Marc Frings, Bastian Schroeder, Länderberichte, 27. Juli 2017 mehr...

Politischer Islam in Kenia und Tansania

Die Ausbreitung des Islam in Ostafrika geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Seitdem leben Moslems, Christen und anderen Religionen in dieser Region eng zusammen. Durch externe und interne Faktoren, aber auch durch Einflussnahme der Staaten auf die Religion ist in den letzten Jahren das weitgehend friedliche Miteinander immer stärker unter Druck geraten. Erste Ergebnisse einer Radikalisierung sind sichtbar und sowohl Anschläge in Kenia wie auch die angespannte Lage auf Sansibar zeigen, dass der Islam in Teilen Ostafrikas zusehends von radikalen Kräften instrumentalisiert wird. Jan Cernicky, Antonie Maria Hutter, Länderberichte, 21. Juli 2017 mehr...

Alle Publikationen zum Thema (55)
Dialog mit Muslimen

Der Koran

Kontakt

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Koordinator Islam und Politik
Dr. Andreas Jacobs
Tel. +49 (0)30 26996 3744
Andreas.Jacobs(akas.de
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Leiterin des Teams Religions-, Integrations- u. Familienpolitik
Dr. Karlies Abmeier
Tel. +49 30 26996-3374
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