Dezentralisierung als tragende Säule

PTD-Team Meeting in Nairobi

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Im Rahmen eines eintägigen Treffens in Nairobi diskutierten die Mitglieder der „Partnership for Transformational Devolution“ (PTD) über die Arbeitsschwerpunkte der kommenden Monate und hieβen den neuen Programm-Leiter willkommen.

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Mitglieder der Partnership for Transformational Devolution diskutieren Arbeitsschwerpunkte

Letzte Woche traf sich die KAS-geführte Partnerschaft PTD bestehend aus CEDGG, CJPC und MAPACA, um die aktuelle Situation des Dezentralisierungs-Prozesses (Devolution) in Kenia zu diskutieren und die Schwerpunkte der Programmarbeit für die kommenden Monate festzulegen. Angesichts der bevorstehenden Wahlen, die am 8. August auf nationaler als auch auf lokaler Ebene stattfinden werden, stimmten alle Teilnehmer überein, dass dies ein entscheidendes Ereignis für die Zukunft Kenias im Allgemeinen und die Dezentralisierung im Speziellen darstellt. Deshalb hat die PTD bereits im Vorfeld entsprechende Maßnahmen etwa im Bereich der Wählerbildung umgesetzt. Sie sollen Bewusstsein bei den Bürgern schaffen, wie sie an den kommenden Urnengängen partizipieren können und den Zusammenhang zwischen fairen, freien und friedlichen Wahlen sowie der Umsetzung der Dezentralisierung aufzeigen. Nach den Wahlen wird es eine zentrale Aufgabe sein, die Beziehungen zu den bestehenden Stakeholdern zu vertiefen und gleichzeitig mit neu gewählten Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten. Gerade diese müssen so früh wie möglich von der Wichtigkeit eines dezentralisierten Governancesystems überzeugt werden, das etwa den Anforderungen von Transparenz, Effektivität und verantwortungsvollen Regierungshandeln Rechnung trägt.

Neuer Leiter für Dezentralisierungs-Programm

Während des Treffens übergab Gregor Jaecke, der zwei Jahre an der Spitze des Programms stand, die Agenden an seinen Nachfolger Thomas Tödtling. Das bot auch die Möglichkeit über das bisher Erreichte eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu sehen, was seit dem Projektstart im März 2015 geschafft wurde. „Ich bin überzeugt, dass Kenia bei der Umsetzung der Dezentralisierung auf dem richtigen Weg ist. Die Dezentralisierung wird nach und nach Veränderungen bringen. Sie wird einen Unterschied machen. Ich habe in der Zeit, in der ich für dieses Projekt verantwortlich war, gesehen, dass es bereits positive Veränderungen für die Menschen in Kenia gebracht hat“, erklärte der scheidende Programm-Leiter Gregor Jaecke. Im Zuge seiner Vorstellung dankte Thomas Tödtling seinem Vorgänger für seinen Einsatz und rief die Partner-Organisationen auf, die erfolgreiche Arbeit mit einem starken Teamgeist fortzusetzen: „Die kenianische Verfassung definiert Dezentralisierung als eine der tragenden Säulen des Hauses Kenia. Wir können mit unseren Aktivitäten zum Erfolg dieses ambitionierten Prozesses beitragen und helfen ein Vorbild für andere afrikanische Länder zu schaffen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, um gemeinsam diese tragende Säule zum Nutzen Kenias zu stärken.“

Serie

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erschienen

Kenia, 14. Juni 2017