Wie offen sind die Märkte? - Fairer Handel zwischen Alibi und Protektionismus
Im Rahmen der Reihe "Globale Welt - Globale Aufgaben: Herausforderungen der Entwicklungspolitk"
November 15 Dienstag
Datum/Uhrzeit
15. November 2011, 20.00
Ort
Stadtmuseum Dresden (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
mit
Sussan Ipaktschi, Aachen, Misereor e.V. - Bischöfliches Hilfswerk/ Referentin für Fairen Handel; Claudia Greifenhahn, Dresden, Geschäftsführerin LadenCafé aha GmbH
Typ
Diskussion
In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS) sowie entwicklungspolitischen Netzwerkstellen der evangelischen und katholischen Kirche statt.
Veranstaltungsnr.
B01-151111-2
„Menschen die Freiheit zu geben, ohne Not selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten“, das ist das Leitziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Auf dem Weg dahin steht Entwicklungspolitik heute mehr denn je in Spannungsfeldern globaler Herausforderungen. So streben etwa zahlreiche neue Akteure international nach Einfluss und Macht. Nicht mehr nur Bevölkerungszahl und militärisches Potenzial sind Machtfaktoren, sondern auch die Verfügbarkeit von natürlichen und humanen Ressourcen. Entwicklungszusammenarbeit ist mehr als die Bereitstellung finanzieller Mittel. Sie bedarf eines grundsätzlichen Interesses für das Gegenüber und die „eine“ Welt, um nicht zum Spielball zu werden.
Die Europäische Union und ihre 27 Mitgliedstaaten leisten zusammengenommen einen Anteil von rund 60 Prozent der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und sind damit der weltweit größte Geber. Als größter Binnenmarkt der Welt ist die EU zudem ein wichtiger Handelspartner vieler Entwicklungsländer und hat großen Einfluss auf die Welthandelsordnung. Die Kombination von finanziellem, wirtschaftlichem und politischem Einfluss macht die EU und damit auch Deutschland zu einem der entscheidenden Akteure internationaler Entwicklungspolitik. Der Verantwortung gilt es gerecht zu werden.
Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit müssen die allgemeinen Menschenrechte berücksichtigten, sowohl in wirtschaftlich eingreifender als auch in politisch profitierender Weise. Aktive Maßnahmen wie fair gestalteten Handel gilt es, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Wie können Interessenkonflikte aufgelöst werden, beispielsweise beim Wettbewerb „um die besten Köpfe“? Wie können wir zu einer globalen Entwicklungspolitik beitragen und mit unserem Wertesystem und unserer Wirtschaftskraft die Welt so prägen, dass es sowohl unserer Gesellschaft als auch anderen Nationen zur Prosperität verhilft? Welche Politik und Werte setzen sich in der veränderten Welt durch?
Mit herzlicher Einladung zu dieser Vortragsreihe
Dr. Joachim Klose Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Sachsen
Vorstellung der entwicklungspolitschen Initiative F.A.I.R.E.
Ansprechpartner
Dr. Joachim Klose
Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Bildungswerks Dresden