Arequipa: Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

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Die Veranstaltung wurde von dem peruanischen „Renewable Energy Network“ und dem Regionalprogramm Energiesicherheit und Klimawandel in Lateinamerika (EKLA) der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) durchgeführt, um Fragen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Peru zu diskutieren.

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Participantes Taller

Workshop Participants

Der Kongressabgeordnete Armando Villanueva (Präsident der Comisión de Energía y Minas) begrüßte die Teilnehmer und betonte den unvermeidlichen Anstieg der Energienachfrage, die nur durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Dann übergab er das Wort an Frau Ana Maria Gutierrez ( UNSA), die die Arbeit der Akademie in Arequipa hervorhob. Schließlich teilte Herr Benigno Sanz (Leiter von Autoridad Regional Ambiental de GRA) mit, dass Arequipa (neben Cusco und Piura) an einem regionalen Umweltmanagementsystem in Abstimmung mit dem CEPLAN und MINAM arbeitet. Arequipa zielt darauf ab, Wassersicherheit und den Erhaltung der Artenvielfalt zu sicher, indem sie Umweltmanagement-Tools (EIA DIA) benutzen und dies effizient und transparent überwachen und durchsetzen.

Danach folgten einige Input-Vorträgen. Pedro Gamio (Direktor von Energía Renovable Perú) stellte die Bedeutung von erneuerbaren Energien dar. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien langfristig billiger ist.", sagte er. Arequipa hat genug Energieressourcen um in verschiedenen Regionen zu exportieren. Nach einem technischen Bericht von COES, kann der peruanische Energiematrix zu 20% aus alternativen, erneuerbaren Energien bestehen (derzeit 3%).

Außerdem gibt es einen positiven Trend in der ländlichen Elektrifizierung in Peru. Von 2005 bis 2015stieg sie von 28,2% auf 78% an. Zudem beobachten wir eine Steigerung von fast 50% Prozent in der Möglichkeit der ländlichen Stromnutzung in den letzten zehn Jahren, während in den städtischen Gebieten der Anstieg nur 20% Prozent im gleichen Zeitraum betrug. Allerdings gibt es immer noch eine Lücke von 22% zwischen dem ländlichen und städtischen Raum, die vor allem auf Grund der Geographie und den Zugang zu Ballungszentren entsteht. Als Reaktion darauf hat der Staat begonnen die abgelegensten Dörfer mit Photovoltaik-Anlagen zu versorgen.

Arequipas großes Potenzial im Bereich der erneuerbaren Energie kann dazu genutzt werden die Lebensqualität vor allem der ländlichen Bevölkerung zu verbessern. Dies ist mehr als notwendig, weil im südlichen Hochland von Peru 7 von 10 Kindern in Armut leben. Die Hälfte hat keinen Zugang zu sauberen Wasser. Zunehmende Verschlechterungen der Bodenressourcen, lang anhaltende Dürren und Regenperioden als Folge des Klimawandels verschärfen die Situation der ländlichen Bevölkerung in den Anden. Der Schlüssel ist eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft. Zudem können Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie dazu genutzt werden die Lebensbedingungen in den Anden deutlich zu verbessern.
Am Nachmittag wurde lebhaft und interaktiv über die aktuelle Situation in Peru diskutiert. Am Anfang wurden Probleme thematisiert und anschließend nach Lösungsansätzen gesucht.
Nach dieser intensiven Debatte ist festzustellen, dass folgende Veränderungen für Arequipa notwendig sind:
-Wirtschaftliche Einsparungen.
-Sensibilisierung für die Umwelt durch Bildung.
-Artikulation zwischen den Sektoren und Aktoren für Anpassung und Klimaschutz (öffentlich, privat, Wissenschaft und Zivilgesellschaft).
-klare Regeln für Raum- und Stadtplanung.
-effiziente Abfallwirtschaft, Transport und nachhaltige Gebäude.
-strategische Umweltprüfungen

In der Zukunft können folgende Institutionen zusammenarbeiten: Gemeinde Joya, Gemeinde Cerro Colorado, UNSA, UNAP, INCOP, Institut Honorio Delgado, breite Bürgerfront von Arequipa Ceder Frauen Innovanza SAC, Agrorural und viele weitere.

Am Ende rief Pedro Gamio dazu auf, dass der Klimawandel unsere aller Verantwortung ist, wir aber auch alle etwas gegen ihn unternehmen können.

Mehr Informationen sind unter folgenden Links zu finden:
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Autor

Michelle Wiesner

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Peru, 24. März 2017

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