Unterschiedliche Ausgangslagen, gleiche Herausforderungen für die Zukunft

Debatte zu deutschen und französischen Vorstädten

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Parallelen und Unterschiede zwischen deutschen und französischen „Problemvierteln“ wurden in einer zweistündigen Debatte von Prof. Dr. Rüttgers, Ministerpräsident und Bundesminister a.D., der Bundestagsabgeordneten Christina Schwarzer, Marion Unal, Städteplanerin im Département Seine-Saint-Denis sowie Sébastien Jallet, stellvertretender Generalsekretär und Leiter für Stadtpolitik und urbane Kohäsion im Generalkommissariat für die Gleichheit der Gebiete (CGET) diskutiert.

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Debatte im Collège des Bernadins

Die vier Referenten setzten sich mit einer Spannweite an Fragen auseinander. Kann man in beiden Fällen von parallelgesellschaftlichen Strukturen, gar von Ghettos sprechen? Gibt es territoriale, soziale oder ethnische Ausgrenzung in den französischen Banlieues? Wie verhält es sich in den deutschen Vorstädten? Welche politischen Ansätze existieren und welche Ressourcen stehen Entscheidungsträgern zur Verfügung?

Die Vortragenden waren sich einig, dass die Ausgangslagen in Deutschland und Frankreich aus historischen Gründen, divergierenden Bevölkerungs- und Migrationsstrukturen sowie den unterschiedlichen Beziehungen zwischen Staat und Religion nur wenig Vergleichsmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig sehen sich beide Gesellschaften Herausforderungen wie der Bildung von Parallelgesellschaften, der Frage nach Identität und der Suche nach neuen Integrationsmodellen gegenüber. Ein deutsch-französischer Austausch wurde in diesem Kontext als zielführend bewertet.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Frankreich, 2. Oktober 2017

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Dr. Nino Galetti

Leiter des Auslandsbüros Frankreich

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