Deutsch-französischer Dialog über Europa

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Bereits zum zwölften Mal fand der „Deutsch-französische Dialog über Europa“ in Bordeaux statt.

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Dr. Nino Galetti

Eröffnungsrede von Dr. Nino Galetti

Der Dialog wird vom Pariser Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit der Académie franco-allemande des relations internationales de Bordeaux, dem Goethe-Institut Bordeaux, der Stadt Bordeaux und der Stiftung Genshagen organisiert und setzt sich zum Ziel, zentrale Zukunftsfragen zu Europa in einem deutsch-französischen Kontext zu diskutieren und Handlungsperspektiven zu formulieren.

Die Ergebnisse der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Frankreich sowie der Bundestagswahlen in Deutschland bieten die Möglichkeit, neue Impulse für die deutsch-französischen Beziehungen zu setzen. Im Rahmen eines ersten Rundtischgesprächs diskutierten René Lasserre, ehemaliger Direktor des Centre d’information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC) und Henrik Uterwedde, ehemaliger stellvertretender Direktor des Deutsch-französischen Instituts Ludwigsburg die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen in Deutschland und Frankreich. Das neue Tandem Macron-Merkel stimmte sie für die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen optimistisch.

Um die Europawahlen 2019, den Brexit, die von Macron vorgeschlagenen europäischen Bürgerkonvente aber auch um die Europaskepsis in den EU-Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa ging es in der zweiten Debatte. Unter der Fragestellung „Europa, quo vadis“ debattierten der Europa-Staatssekretär des Saarlands, Roland Theis, gemeinsam mit Thierry Chopin, Studiendirektor bei der Robert-Schuman-Stiftung, Geneviève Pons-Deladrière, Direktorin des Brüsseler Büros des Jacques-Delors-Instituts, und Olaf Wientzek, Europakoordinator der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum machten deutlich, dass ein hoher Informationsbedarf besteht und sich ein „Fenster der Möglichkeiten“ aufgetan hat, um europäische Bürger wieder für europapolitische Themen zu gewinnen.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Empfang im Bordelaiser Rathaus, bei dem der ehemalige Premierminister und heutige Bürgermeister von Bordeaux Alain Juppé dazu aufrief, die zahlreichen neuen Herausforderungen, insbesondere im Klima- und Digitalbereich, gemeinsam als deutsch-französisches „Paar“ zu begegnen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Frankreich, 29. Januar 2018