Islam und Christentum - Religionsfreiheit und das Verhältnis von Staat und Religionen
In Zusammenarbeit mit dem Colloquium politicum der Universität Freiburg
Mai 17 Montag
Datum/Uhrzeit
17. Mai 2010, 19.15 Uhr
Ort
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | KG II | AUDIMAX
mit
S.E. Scheich Dr. Ahmad Badr Al-Din Hassoun, Großmufti der Arabischen Republik Syrien
Typ
Vortrag
Begrüßung: Professor Dr. Heiner Schanz, Vizerektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Der syrische Großmufti, oberste religiöse Autorität in der Syrischen Arabischen Republik, ist einer von sechs Großmuftis der islamischen Welt. Neben seiner Tätigkeit als islamischer Rechtsgelehrter war er acht Jahre Mitglied des syrischen Parlaments. Er gilt als Verfechter eines liberalen Islams und tritt für eine strikte Trennung von Staat und Religion ein. Im Jahr 2008 hielt Dr. Hassun eine vielbeachtete Rede vor dem Europaparlament in Straßburg, in der er sich für einen verstärkten interreligiösen Dialog aussprach.
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770 Gäste füllten den Audimax der Universiät bis zum letzten Platz |
Der Vortrag wird in arabischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Die Förderung des interreligiösen Dialogs in Deutschland und der Welt ist eines der zentralen Anliegen der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die zunehmende Diskussion über gemeinsame Werte zwischen den Religionen spiegelt den hohen Stellenwert wider, den die Religionen heute in gesellschaftlichen und politischen Debatten inne haben.
Manche Entwicklungen müssen mit Sorge betrachtet werden: Religiöse Spannungen führen immer noch zu gewaltsamen Konflikten und Vertreibung. Im Nahen Osten leiden insbesondere die dort seit 2000 Jahren heimischen Christen unter Gewalt und Intoleranz.
In Europa werden dagegen die Integration der Muslime und der wachsende Einfluss des Islam kontrovers diskutiert.
Die Tiefe der hiermit verbundenen Probleme verlangt nach einer gemeinsamen Anstrengung zu ihrer Lösung. Die uneingeschränkte Anerkennung der Religionsfreiheit als Menschenrecht muss dabei als Grundvoraussetzung für einen zielorientierten Diskurs gelten.
Der Großmufti der Arabischen Republik Syrien, S.E. Scheich Dr. Ahmad Badr Al-Hassoun, gilt im europäisch-arabischen interreligiösen Diskurs als einer der wichtigsten Protagonisten und Vertreter eines werteorientierten Dialoges.
Mit ihm möchten wir über die genannten gemeinsamen Herausforderungen für den abend- und morgenländischen Kulturkreis sprechen.
Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen!
Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jordanien für für Jordanien, Libanon, Syrien sowie den Mittelmeerdialog
S.E. Sheikh Ahmad Badr Al-Din Hassoun in der Uni Freiburg
Ansprechpartner
Thomas Wolf
Leiter des Bildungswerks Freiburg
