Ausstellungseröffnung: Konrad Adenauer und die Europäische Integration
Eine Ausstellung des Archivs für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung
Juni 5 Dienstag
Datum/Uhrzeit
5. Juni 2012, 17.00 Uhr
Ort
Altes Rathaus | Foyer des historischen Ratsaals, 2. OG | Hauptstr. 23 | 78628 Rottweil
mit
Werner Guhl, Bürgermeister der Stadt Rottweil; Eric R. Schüler M.A., Lehrbeauftragter am Seminar für Wissenschaftliche Politik, Universität Freiburg
Typ
Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 4. bis 15. Juni 2012 (Mo.-Mi.: 8.00 - 17.00 Uhr; Do.: 8.00 - 18.30 Uhr und Fr. 8.00 - 12.30 Uhr) zu besichtigen.
Veranstaltungsnr.
B79-050612-1
In Zusammenarbeit mit der Stadt Rottweil
Konrad Adenauer gilt als einer der „Gründungsväter Europas“. Die Ausstellung dokumentiert, wie Adenauer für die Europäische Integration gekämpft hat, insbesondere nach Krisen wie dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954, wie er persönlich in die europäischen Verhandlungen eingegriffen hat, die dann zum Erfolg führten. Dazu werden bisher unveröffentlichte Dokumente gezeigt.
Adenauer setzte sich auch in Rottweil für die Europäische Einigung ein: „Europa muss geschaffen werden, je eher desto besser“, rief der Altbundeskanzler 1965 einer begeisterten Menschenmenge in der Halle am Stadion zu. Übrigens: Adenauer war der erste Gast, der sich bei diesem Anlass ins Goldene Buch der Stadt Rottweil eintrug. Und noch einen weiteren Bezug Adenauers zu Rottweil gibt es: Der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland war nämlich selbst stolzer Besitzer eines Rottweiler Hundes.
„Die Einheit Europas war ein Traum von Wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für Viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle. Sie ist, meine Damen und Herren, notwendig für unsere Sicherheit, für unsere Freiheit, für unser Dasein als Nation und als geistig schöpferische Völkergemeinschaft.“
Konrad Adenauer im Deutschen Bundestag am 15.12.1954
Für Konrad Adenauer war ein vereintes Europa der wichtigste Garant dafür, dass sich Millionen von Opfern der letzten Kriege nicht wiederholten. Die starke persönliche Einflussnahme des ersten Bundeskanzlers auf den europäischen Einigungsprozess wurde insbesondere in Krisenzeiten wie nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft im Jahre 1954 deutlich. Adenauer setzte sich gegen Kritiker in Deutschland durch und überzeugte im Ausland seine europäischen Partner. Damit gab er entscheidende Anstöße für das Gelingen der europäischen Integration. Die Leitgedanken Konrad Adenauers sind auch noch für die gegenwärtigen Herausforderungen des Einigungsprozesses wegweisend und eine Verpflichtung für die heutige Politik. Dass wir Frieden und Freiheit, die volle Souveränität und die nationale Einheit Deutschlands erreicht haben, verdanken wir der Politik der konsequenten Westintegration Adenauers.
Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein
Hier können Sie sich online anmelden
Infos und Hinweise zur Ausstellung
Der Eintritt ist frei
Konrad Adenauer und Robert Schuman
Ansprechpartner
Thomas Wolf
Leiter des Bildungswerks Freiburg