Lateinamerika - Ein neues internationales Sicherheitsrisiko?

November 14 Montag

Datum/Uhrzeit

14. November 2005, 19.00 Uhr

Ort

Hotel Steigenberger, Heiligengeistbrücke 4

mit

Dr. Hildegard Stausberg, Korrespondentin der Tageszeitung DIE WELT für Lateinamerika

Typ

Vortrag

Kolloquium

Südamerika mit einer Bevölkerungszahl von ca. 340 Millionen ist einer der rohstoffreichsten Kontinente. Die wichtigsten lateinamerikanischen Volkswirtschaften befinden sich auf Wachstumspfad: Der Ausblick ist für viele Sektoren vielversprechend, zumal bei den sich nach China orientierenden Rohstoffexporteuren. Gleichzeitig kriselt es allenthalben: Der Ex-Putschist Hugo Chavez setzt zum Ausbau seiner regionalen Macht Venezuelas riesige Ölgewinne ein und unterstützt das Regime Fidel Castros auf Kuba, Brasiliens Präsident Lula gerät immer mehr in den Strudel eines Bestechungsskandals seiner Arbeiterpartei, in Mexiko ist bei den Präsidentschaftswahlen im Sommer 2006 der Sieg des Llinkspopulisten Manuel Lopez Obrador nicht auszuschließen, Argentiniens Präsident Nestor Kirchner drückt sich weiter vor Reformen, die indianischen Bewegungen in den Andenländern werden immer unkalkulierbarer, und das Gespenst der Unregierbarkeit zeichnet sich am politischen Horizont mehr als eines Staates ab. All dies werden wir in dieser Veranstaltung mit Frau Dr. Hildegard Stausberg, einer der profiliertesten Kennerinnen der Lage und Entwicklung in Südamerika, zu dikutieren haben.

Dr. Hildegard Stausberg, M. A., studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Volkswirtschaft und Jura an den Universitäten Hamburg, Köln, Bonn und Buenos Aires; in der ersten Hälfte der siebziger Jahre Studienaufenthalt in Argentinien, teilweise als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD); 1975 promoviert mit einer Arbeit über Ursachen der gescheiterten Redemokratisierung Argentiniens nach dem Sturz Juan Domingo Peróns 1955; 1977-80 Assistentin bei Prof. Bracher, Lehrtätigkeit an der Universität Bonn.- 1980 bis Ende 1987 Nachrichtenredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dort zuständig für Lateinamerika; 1988-93 Korrespondentin der FAZ in Mexiko, zuständig für Mexiko, Mittelamerika, die Karibik und Venezuela; 1993 Übernahme der Leitung der Ibero-Lateinamerikanischen Programme der Deutschen Welle in Köln; 1994-99 Chefredakteurin Hörfunk aller Fremdsprachenprogramme der Deutschen Welle und gleichzeitig weiterhin Leiterin der Ibero-Lateinamerikanischen Programme; seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre Lehrbeauftragte an den Instituten für Politische Wissenschaften der Universitäten Köln und Bonn; 1999-2000 Ressortleiterin Außenpolitik der Tageszeitung DIE WELT, Berlin, und seit 2001 diplomatische Korrespondentin der WELT.

Teilnehmerbeitrag: € 3,00

Ansprechpartner

Dr. Manfred Dahlke