Deutschland. Das nächste Kapitel / 6. Dezember 2017 in Frankfurt

Heute im Fokus: Wohin treibt der Zeitgeist? Was die Zukunft wirklich für unser Land bereit hält

Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx, der Publizist Professor Dr. Ulrich Teusch und Professor Dr. Matthias Zimmer MdB diskutierten in der Frankfurter Evangelischen Akademie mit 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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Matthias Horx

"Vertrauen ist die Ressource dieser Gesellschaft. Heute erleben wir antipolitischen Hass - wie vor 80 Jahren". (Matthias Horx)

„Das Mediensystem und seine Mutationen prägen die Wahrnehmung.“ Matthias Horx erläuterte seine These, die „negative Wahrnehmung der Wirklichkeit über Medien“ habe sich in den vergangenen Jahren verstärkt: „Anwälte des Untergangs“ predigten einen „apokalyptischen Autismus, der dem Populismus den Weg bereitet.“ Horx hielt ein Plädoyer für die „in Kooperation zu gestaltende“ Globalisierung, „der Kraft, die die Welt verändert". In seinem Konzept der „Glokalisierung“ möchte er „Heimat und Horizont“, „Wurzeln und Flügel“ miteinander verbinden.

Professor Ulrich Teusch beobachtet eine „neue Qualität von Separation in Europa": „Die politischen Fliehkräfte nehmen zu.“ Selbst die „Überlebensfähigkeit der Europäischen Union“ stehe in Frage: „Errungenschaften wie das Völkerrecht verlieren derzeit an Bedeutung wie Diplomatie und Vertragstreue auf internationaler Ebene.“ Medien, die die Aufgabe hätten, „die Gesellschaft durch multiperspektivische Berichterstattung und sachliche Information mit sich selbst ins Gespräch zu bringen“, erfüllten diesen Auftrag „immer weniger“.

„Ich glaube an den Sieg des besten Arguments, erlebe aber heute die Rückkehr der Faust in den Diskurs.“ Professor Dr. Matthias Zimmer MdB bedauert, dass Globalisierung häufig als „Entheimatung“ erlebt werde und „Tugenden in der Welt des Spektakels nicht gefragt“ seien: „Ungezügelter globaler Kapitalismus kann alles zerstören. Wir müssen unsere europäischen Werte Ernst nehmen und dem Vorrang der Vernunft Geltung verschaffen.“ An die CDU richtete er diesen Hinweis: „Nicht das Konservative, sondern das Christliche ist der Markenkern meiner Partei.“

Unter dem Titel "Keine Angst vor Trollen – aber Liebe für Star Trek" eröffnet die Frankfurter Neue Presse ihren Bericht mit diesen Sätzen: "Welche Richtung nimmt der Zeitgeist? Trendforscher Matthias Horx, CDU-Politiker Matthias Zimmer und der Wissenschaftler Ulrich Teusch diskutierten über die Zukunft Deutschlands. Dabei wurde eine überraschende Utopie präsentiert. Professor Ulrich Teusch findet es zu platt, die Menschen in Pessimisten und Optimisten einzuteilen. Doch manchmal ist es doch zutreffend. Wie zum Beispiel am Mittwochabend bei der gut besuchten Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Zukunft Deutschlands."

Den gesamten Bericht der Frankfurter Neuen Presse lesen Sie hier.

Autor

Dr. Thomas Ehlen

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Wiesbaden, 7. Dezember 2017

Kontakt

Dr. Thomas Ehlen

Landesbeauftragter für Hessen und Leiter des Politischen Bildungsforums Hessen

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