Buchempfehlungen

MUST READ: Lesenswertes über, aus und zu Israel

1. Historisch/Politisch

Dieter Vieweger: "Streit um das Heilige Land. Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte". Gütersloher Verlagshaus, 5. Auflage 2015. 309 Seiten.

Brennpunkt Heiliges Land: der Nahostkonflikt verständlich gemacht.

Der Konflikt in Israel/Palästina ist nur eine weitere Dimension in der Geschichte der Auseinandersetzungen im Nahen Osten. In ihm verflechten sich jahrhundertealte politische Interessen, mangelndes Verständnis zwischen Orient und Okzident sowie unterschiedliche soziale und ökonomische Lebensgrundlagen. Dabei spiel das Aufeinandertreffen von drei Weltreligionen eine große Rolle. Jerusalem, die Heilige Stadt, wurde zwei Völkern zum Inbegriff ihrer politischen und nationalen Existenz. Ihre Ansprüche liegen seit dem 20. Jahrhundert in erbittertem Widerstreit. Dieter Vieweger hat dieses Buch vor allem für Menschen geschrieben, die von Europa aus den Konfliktherd "Israel/Palästina" betrachten: Er möchte die Vorgänge in Nahost überschaubar sowie die Vielschichtigkeit der historischen und gegenwärtigen Interessenlage in ihrer Komplexität nachvollziehbar und fassbar machen. Die vierte Auflage wurde um die aktuellen Entwicklungen in Israel/Palästina und in den arabischen Nachbarstaaten erweitert. Den Rufen nach schnellen und radikalen Lösungen – von welcher Gruppierung oder Geisteshaltung sie auch immer kommen– kann nur mit Sachinformation begegnet werden. Zahlreiche Landkarten Übersichten, Fotos, Kurzportraits und Zitate veranschaulichen die Darstellung und erleichtern den Einstieg in die komplexe Thematik.

Ari Shavit: "Mein gelobtes Land: Triumph und Tragödie Israels". C. Bertelsmann Verlag 2015. 592 Seiten.

Der renommierte Journalist Ari Shavit sieht Israel in einer halt- und ausweglosen Lage: als jüdisch-westlicher Staat in einer arabisch-islamischen (Um-)Welt seit seiner Gründung in der Existenz bedroht, andererseits Okkupationsmacht über ein anderes, das palästinensische Volk. Der Innovationskraft und Lebensfreude seiner Menschen stehen ein bröckelndes Gemeinwesen, zermürbende Konflikte, militärische Scheinerfolge und der Verlust internationalen Ansehens gegenüber. Was als gemeinschaftlicher hoffnungsfroher Aufbruch begann, insbesondere nach den Schrecken des Holocausts, der gemeinsame Bau von Eretz Israel, ist heute allgemeiner Desillusion und Desintegration gewichen. Shavit erzählt, zunächst auf den Spuren seines zionistischen Urgroßvaters, eine sehr persönliche Geschichte Israels während der letzten anderthalb Jahrhunderte, von Erfolgen im steten Überlebenskampf, aber auch von schuldbehafteter Tragik und unübersehbarem Niedergang.

Dan Senor und Saul Singer: „Start-up Nation Israel: Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können“. Gebundene Ausgabe Carl Hanser Verlag 2012. 384 Seiten.

Israel zählt zu den kleinsten Staaten der Erde und befindet sich seit seiner Gründung fast ununterbrochen im Ausnahmezustand. Doch trotz widrigster Umstände hat Israel beeindruckende Leistungen vorzuweisen. Israel hat, im Verhältnis zu seiner Größe, mehr Start-up-Unternehmen hervorgebracht als die meisten anderen Nationen - und viele große Unternehmen wie etwa Teva, die umsatzstärkste Generika-Firma der Welt. Es gilt als Hightech-Schmiede. Dan Senor und Saul Singer zeigen: Wer in einem permanent gefährdeten Land überleben will, muss ständig wachsam sein, Risiken einschätzen können - und sehr schnell handeln, wenn die Situation es erfordert. Genau diese Eigenschaften brauchen auch Unternehmer, und ganz besonders Gründer von Start-ups. Das Buch, ein gefeierter Bestseller in Israel, den USA und auch in Deutschland, bietet eine Fülle von wertvollen Einsichten, wie sich Innovation und wirtschaftlicher Erfolg ankurbeln lassen - überall auf der Welt.

Ralph Giordano: „Israel, um Himmels willen, Israel“. KiWi-Taschenbuch 1991. 416 Seiten. Ralph Giordanos Standardwerk über Israel und den Nahostkonflikt.

Sein Bericht verblüfft und erschüttert. Ralph Giordano reiste vier Monate durch Israel, um mit Israelis und Palästinensern zu sprechen. Es entstand ein Buch, das so einzigartig ist wie das Land, das es beschreibt. Ausgestattet mit einer besonderen Beobachtungsgabe für Menschen und Situationen, stellt Giordano die Tragödie des Nahostkonflikts facettenreich dar: die Intifada, die Siedlerbewegung, die schwierige Rolle der israelischen Armee. Es geht um orthodoxe und ultraorthodoxe Juden und ihren Einfluss auf Staat und Regierung, um den Holocaust und seine Wirkung. Fragen, die uns bis heute beschäftigen und mehr denn je eine Antwort benötigen.

Gil Yaron: "Jerusalem: „Ein historisch-politischer Stadtführer". Beck`sche Reihe, 3. erweiterte und aktualisierte Auflage C.H.Beck, 2013. 304 Seiten. Außerdem seit 2014 im bpb Schriftenreihe erhältlich (Bd. 1416).

Jerusalem ist die Wiege des Judentums und des Christentums und zugleich auch dem Islam heilig. Weltreiche und Religionen ringen seit Jahrtausenden um Einfluss in der Stadt. Gil Yaron geht in diesem "historisch-politischen Stadtführer“ bis auf die Ursprünge Jerusalems zurück und erläutert die historische Bedeutung der Stadt aus Sicht der drei Weltreligionen. Er schildert den Verlauf des Nahostkonfliktes seit dem 19. Jahrhundert und zeigt Gründe für die Intensität dieser Auseinandersetzungen auf. Das Buch ist eine Einladung an die Leserinnen und Leser, sich mit der Geschichte und Gegenwart Jerusalems zu beschäftigen und diese einzigartige Stadt für sich zu entdecken.

Wolfgang Büscher: „Ein Frühling in Jerusalem“. Rowohlt Berlin, 3. Auflage, 2014. 20 Seiten.

Zwei Monate lebte Büscher in der Altstadt Jerusalems, erst in einem arabischen Hostel am Jaffator, dann in einem griechischen Konvent aus der Kreuzritterzeit. Er war einfach da, und doch hat er sich auf fast zweitausend Jahre alten Spuren bewegt – schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus gingen Europäer nach Jerusalem, um eine Weile zu bleiben oder sogar ganz. Büscher bewegt sich durch die Räume, den Widerhall dieser zweitausend Jahre. Ein Ort, aufgeladen mit Religion, Prophetie, Politik. Früh um fünf auf dem Ölberg stehend, kann man es hören und sehen – erst die Muezzins, dann die Glocken, dann das erste Sonnenlicht auf der goldenen Kuppel des Felsendoms. In all das taucht Büscher ein. Er hört Jerusalem zu, nimmt seine Bilder und Stimmen auf, dringt immer tiefer ein in die Geheimnisse der Stadt. Verbringt die Tage im arabischen, christlichen, jüdischen Viertel, in den halbdunklen Gassen und Souks, auf der Via Dolorosa, an der Klagemauer und in Gewölben, in denen arabische Männer Kardamomkaffee trinken und Wasserpfeife rauchen. Er läuft durchs Kidrontal, durch den Garten Gethsemane, wandert über das Dach von Jerusalem und läßt sich eine Nacht lang in der Grabeskirche einschließen. Ein Frühling in Jerusalem: eine einzigartige Reise in eine unerschöpfliche Vergangenheit, in eine faszinierende Gegenwart.

Henryk M. Broder: „Die Irren von Zion“. Deutscher Taschenbuch Verlag 1999, 288 Seiten.

Der ganz normale Wahnsinn im Heiligen Land. Die Lage in Israel ist offen und explosiv. Der Frieden mit den Palästinensern, vor Jahren mit dem Abkommen von Oslo zum Greifen nahe, ist wieder in weite Ferne gerückt. Fanatismus, falsch verstandenes Heldentum, Eigennutz und unbezähmbare Ungeduld gewinnen immer wieder die Oberhand über die Stimmen der Vernunft in diesem Dauerkonflikt, der tief in der Geschichte wurzelt. Henryk M. Broder beschreibt in seinen hier zusammengestellten Reportagen, Interviews, Anekdoten und Essays den ganz normalen Wahnsinn im Heiligen Land, pointiert, witzig und engagiert.

Donna Rosenthal: „Die Israelis“. C.H. Beck München 2008. 409 Seiten.

Die Israelis ist ein anspruchsvoller und riskanter Titel. Denn es gibt nicht viele Gesellschaften, deren Bestandsaufnahmen sich als so kurzlebig herausstellen könnten. In dem kleinen Einwanderungsland Israel ist ständig alles im Fluss, auch die eigene Identität verändert sich andauernd. "Der Israeli" hat mindestens so viele Gesichter wie Herkunftsländer: mehr als hundert. Hinzu kommt die für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbare Spannbreite zwischen radikal säkularen, traditionell-religiösen, orthodoxen und ganz frommen Juden. Schließlich gehören zur israelischen Bevölkerung auch Muslime, Drusen, Christen und Beduinen. Sie alle lässt Donna Rosenthal ausführlich zu Wort kommen. Die amerikanische Reporterin, die viele Jahre in Israel gelebt und dort für israelische Medien gearbeitet hat, wird ihrem Anspruch gerecht. Das sorgfältig recherchierte Buch geht in die Tiefe, die Autorin scheut vor keinen noch so komplexen Zusammenhängen zurück und bleibt dabei verständlich und unterhaltsam. Sie hat keine Prominenz interviewt, sondern erzählt die persönlichen Schicksale von ganz normalen Menschen es geht um ihren Alltag, ihren Beruf, ihre Sorgen, jenseits von der großen Politik. Genau das ist auch Rosenthals Stärke. Natürlich spielt der Nahostkonflikt im Hintergrund immer wieder eine Rolle. So hat etwa die ständige Bedrohung eine hoch technologisierte Armee hervorgebracht, die die besten ihrer Soldaten schon in jungen Jahren mit viel Spitzen-Know-how ausrüstet. Denn für die junge Generation von heute sind ohnehin nicht mehr Generäle die Helden, sondern jene erfinderischen Köpfe, die Israel zu einem zweiten Silicon Valley gemacht haben.

2. Romane

Amos Oz: „Judas“. Roman im Suhrkamp Verlag von 2015. Spiegel Bestseller. 335 Seiten.

Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Verzweifelt findet er Unterschlupf und Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter für einen behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel, die beinah doppelt so alt ist wie er. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben, andernfalls würde er seinen Arbeitsplatz sofort verlieren, wie alle seine Vorgänger. Die drei Protagonisten des Romans wohnen zurückgezogen in dem Steinhaus am Rand der Stadt, und zunächst scheint es, als führten sie ein ruhiges Leben. Im Innern des schüchternen und sensiblen Schmuel bricht ein Sturm los. Die Begierde nach Atalja und seine Neugier wandeln sich langsam in eine verzweifelte Verliebtheit. Er beginnt wieder sich mit seiner Forschungsarbeit über „Jesus in der Perspektive der Juden“ zu beschäftigen und verliert sich in dem geheimnisvollen Sog, den Judas Ischariot, die Verkörperung des Verrats und der Niedertracht, auf ihn ausübt. Und allmählich entschlüsselt er die Geheimnisse, die in diesem dunklen und einsamen Haus geistern und in die seine Bewohner auf dunkle Art verstrickt sind. In diesem Roman kehrt Amos Oz zum Milieu einiger seiner bekanntesten Bücher wie »Mein Michael« und »Eine Geschichte von Liebe und Finsternis« zurück, in das geteilte Jerusalem der fünfziger Jahre. Die zarte, wilde Liebesgeschichte ist eingebettet in die Landschaft der winterlichen Stadt und in die Ereignisse am Ende der Regierung Ben Gurion. Gemeinsam mit seinem Protagonisten prüft Oz mutig die Entscheidung, einen Judenstaat zu errichten, samt den Kriegen, die sie zur Folge hatte, und stellt die Frage, ob man einen anderen Weg hätte gehen können, den Weg derer, die als Verräter gelten.

Leon Uris: „Exodus“. Roman im Heyne Verlag 1998, 848 Seiten. Verfilmt von Paul Newman in 2012

Die dramatischen Ereignisse, die zur Geburt des Staates Israel führten, bilden den Rahmen für Leon Uris' brillantes Epos: Er erzählt die Geschichte einer amerikanischen Krankenschwester, eines jüdischen Freiheitskämpfers und zahlreicher weiterer Menschen, die hineingerissen werden in den Kampf eines Volkes um Freiheit und Eigenständigkeit.

Frank Schätzing: „Breaking News“. Thriller, Politdrama und Familiensaga, Verlag Kiepenheuer&Witsch 2014, 976 Seiten.

Packender, actionreicher Thriller mit verschiedenen Handlungssträngen die auch die Geschichte des Landes beleuchten. Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandsgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance – und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang. »Breaking News« ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der Zwanzigerjahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung. Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.

3. Unterhaltsam

Katharina Höftmann: „Guten Morgen, Tel Aviv!: Geschichten aus dem Holy Land“. Taschenbuch Heyne Verlag 2011, 208 Seiten.

Kurze, unterhaltsame Anekdoten, episodenhaft geschrieben. Perfekt um sich auf Eigenheiten und Besonderheiten des Landes (insbesondere Tel Aviv) sowie der Menschen und Kultur einzustellen.

Israel. Land der Heiligen, Kleinod religiöser Fanatiker, Zentrum politischer Diskussionen. Es ist ein Land, das die Massen spaltet – und seit kurzem das neue Zuhause von Katharina Höftmann. Hier lebt sie mit ihrem israelischen Freund, lernt hebräisch und arbeitet als Journalistin. Und sie wundert sich, wie man plötzlich zur deutschen Fußballexpertin mutiert, warum sie in Israel vermutlich den Kältetod sterben wird und wieso die Israelis immer in Gruppen auftreten. Und natürlich ringt sie immer wieder mit der israelischen „Mischpoke“ ihres »wunderbaren Lebensbegleiters«. Ihre Geschichten bilden ein buntes Potpourri vom Alltag im Holy Land: bissig und ironisch, süffisant und melancholisch – aber immer mit einem liebevollen Blick auf das Land und seine Leute.

Johannes C. Bockenheimer: „Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime: Meine Versuche, Israel zu verstehen“. Pantheon Verlag, 2015.

Chuzpe, Anarchie und koschere Muslime ist eine sehr persönliche Annäherung an den Staat der Juden, seine Menschen und deren Eigenheiten. Die zionistischen Träumereien aus dem Tagebuch Theodor Herzls dienen Bockenheimer hierbei als Spuren, die mal in die Vergangenheit, in die noch junge Geschichte Israels führen, mal in die Gegenwart, zu seinen aktuellen Debatten und Konflikten, mit denen das Land immer wieder die Schlagzeilen dominiert. Ein Land wohlgemerkt, das weniger Einwohner hat als der Freistaat Bayern. Johannes C. Bockenheimer gelingt ein behutsames, mitunter skurriles Porträt Israels, das letztlich vor allem eines tut: bestens unterhalten. Der Journalist Johannes C. Bockenheimer hat sich in den vergangenen Jahren mit israelischen Schriftstellern, Politikern, Rabbis, Managern und Pornostars über ihr Land unterhalten. Aber war die Revolution erfolgreich, ist Israel wirklich das Land geworden, von dem Herzl träumte? Bockenheimers Fazit: Die Revolution ist (vorerst) gescheitert – aus anderen Gründen allerdings, als man denken könnte.

4. Englischsprachig

Walter Laqueur und Barry Rubin: The Israel-Arab Reader: A Documentary History of the Middle East Conflict''. Penguin Books, 7th Edition 2008. 640 pages.

Der Israeli-Arab Reader ist ein ausführlicher und aktueller Wegweiser durch die anhaltende Krise im Nahen Osten. Er enthält die vollumfassende Geschichte vom Israelisch-Arabischen Konflikt und behandelt unter anderem den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen, den Wahlsieg der Hamas oder den Libanonkrieg. Das Vorwort bietet einen unvoreingenommenen Überblick zu den vergangenen 115 Jahren des Konflikts in chronologischer Ordnung. Es werden umfangreiche Originalquellen zur Veranschaulichung der Akteursinteressen der Region verwendet, unter anderem Reden, Briefe, Zeitungsartikel, Berichte und Zeitstrahlen.

Martin Gilbert: "The Routledge Atlas of the Arab-Israeli Conflict". (Routledge Historical Atlases) 10th Edition 2012, 240 pages.

Der Routledge Atlas bietet eine ganzheitliche Darstellung des Nahostkonflikts, in 227 Karten. Beginnend mit dem Durcheinander und den schmerzlichen Erfahrungen zwischen Arabern und Israelis aus der Zeit des frühen zwanzigsten Jahrhunderts reicht das Werk bis heute und behandelt auch den Tod von Jassir Arafat und aktuelle Friedens- und Kooperationsbestrebungen.

Martin Gilbert: "The Routledge Atlas of Jewish History". (Routledge Historical Atlases) 8th Edition 2010. 192 pages.

Ein anderer Routledge Atlas widmet sich ganz der 4000 Jahre alten jüdischen Geschichte– in bewundernswerter Tiefe und Breite mithilfe von 154 Karten. Die Darstellung reicht von Vorurteilen, Gewalt und der Zerstörung der jüdischen Unabhängigkeit vor der Zeit Christus, der NS-Verbrechen in Deutschland bis hin zur Gründung und Weiterentwicklung des Staates Israel sowie der aktuellen Situation der Juden weltweit. Ferner werden in der aktualisierten Version auch Jüdische Museen in Canada, USA und Europa angezeigt sowie internationale jüdische Bildungskampagnen erläutert. Das Ergebnis ist ein anschaulicher, unverzichtbarer und lebendige Bericht über die faszinierenden Menschen und schwierigen Bewährungsproben in der jüdischen Geschichte.

Thomas L. Friedman: "From Beirut to Jerusalem". Picador, expanded edition 2012. 656 pages. (dt. Ausgabe von 1990

From Beirut to Jerusalem ist ein zum Nachdenken stimmendes Buch, welches weiterhin von grundlegender Bedeutung ist, für unser Verständnis dieser vielschichtigen und brisanten Konfliktregion. Der dreimalige Gewinner des Pulitzer Preises konnte bei dem Verfassen dieses nunmehr journalistischen Klassikers auf seine zehnjährige Erfahrung als Berichterstatter in Israel und im Libanon zurückgreifen. In dem neuen Nachwort befeuert er seinen Reisebericht mit aktuellen Diskussionen des Arabischen Frühlings und einer neuen Sichtweise auf die Beziehung zwischen Israelis und Palästinensern. Dieses Werk ist reich an Anekdoten, Geschichte, Analyse und autobiographischen Zügen.

5. KAS Publikationen

Dr. Ron Pundak: "Zwanzig Jahre nach Oslo: Taktik und Strategie in Richtung Neu-Zionismus". 2014.

"Turning the Tide of Christian-Jewish Relations. The delegations of the Holy See`s Commission for Religious Relations with the Jews and the Chief Rabbinate of Israel`s Commission for Relations with the Catholic Church Joint Statements 2003 – 2013".

Einen guten Überblick über aktuelle Geschehnisse bietet außerdem die Kolumne „Reise nach Jerusalem“ unseres Büroleiters Dr. Michael Borchard, die regelmäßig im The European erscheint. Auch über unseren „Wochenspiegel“ bleiben Sie regelmäßig gut informiert!