Die Krise der Regierungsfähigkeit im Nahen Osten

Ihre Bedeutung für Demokratie, Entwicklung und Sicherheit

Auch verfügbar in English

Hiermit veröffentlichen wir eine gemeinsame Publikation der KAS Israel und des International Institute for Counter-Terrorism, Herzliya. Redigiert wurde dieser analytische Bericht über zwei Workshops im Herbst 2012 von Dr. Amichai Magen.

Der Beginn der Massenproteste in weiten Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) Anfang 2011, rief weltweit Hoffnungen auf einen historischen demokratischen Wandel der Arabischen Welt hervor – auf einen positiven „Arabischen Frühling“.

Dennoch riefen die Ereignisse auch Befürchtungen hervor, dass die „alten“ arabischen Diktaturen schnell durch eine „neue“ Art des religiösen Autoritarismus ersetzt würden – einen „Islamischen Winter“, schädlich für Liberalismus und Moderne. Zwei Jahre später sieht die Realität nicht weniger dramatisch aus, aber sie ist wesentlich komplexer. Die MENA-Region befindet sich inmitten einer tiefen Krise der Regierungsfähigkeit; eine Krise, die nicht nur neue Dynamiken der Demokratisierung und des Autoritarismus mit sich bringt, sondern auch Staatszerfall, das Erstarken nichtstaatlicher Akteure und tiefgreifende Veränderungen in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft, Recht und Soziales. Dies verlangt von Israel, Europa und den Vereinigten Staaten, bewährte politische Leitlinien zu überdenken.

Diese Veröffentlichung ist das Ergebnis der Workshop-Reihe „Die Krise der Regierungsfähigkeit im Nahen Osten: Bedeutung für Demokratie, Entwicklung und Sicherheit“, die im Oktober 2012 stattfand. Das Projekt war ein Gemeinschaftsvorhaben der Konrad-Adenauer-Stiftung Israel und des International Institute for Counter-Terrorism am Interdisciplinary Center Herzliya.

Die Publikation steht nur in englischer Sprache zur Verfügung.

Autor

Dr. Amichai Magen

erschienen

Israel, 4. April 2013