Following German Tracks in Tel Aviv-Yaffo: From Sarona to German Diplomacy

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Gemeinsam mit dem Center for the Study of European Politics and Society an der Ben-Gurion Universität des Negev veranstaltete die KAS Israel am 23. November 2017 ein eintägiges Studienprogramm zum Thema „Deutsche Spuren in Tel Aviv“.

Gemeinsam mit dem Centre for the Study of European Politics and Society an der Ben-Gurion Universität des Negev organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung Israel am 23.November 2017 einen Studien- und Informationstag zum Thema “Following German Tracks in Tel Aviv-Yaffo: From Sarona to German Diplomacy”. Das Programm begann in Sarona, Tel Avivs historischer deutscher Templersiedlung, die im Jahr 1871 durch deutsche Templer gegründet wurde und über Jahrzehnte als eine der führenden landwirtschaftlichen Siedlungen florierte. Um sich die Geschichte deutscher Templer in Israel zu vergegenwärtigen, wurde zunächst das Sarona - Hakirya Visitors’ Center besucht.Im Anschluss an den Museumsbesuch führte Paule Rakower, Tourleiterin der Stadt Tel Aviv, die Gruppe durch die heute restaurierte und mit Cafés, Geschäften und einem Food Market ausgestatte Anlage der ehemaligen Kolonie, wobei unter anderem die ehemalige Bäckerei, das heutige Whiskey-Museum, die Olivenölpresse sowie die Alte Post, die das deutsche Leben in Sarona anschaulich darstellen, Stationen des Rundgangs bildeten.

Der zweite Programmpunkt beinhaltete ein Lunch-Meeting mit Vertretern der Young Professionals in Foreign Policy (YPFP) in der Schweizer Residenz in Ramat Gan. Nach der Vorstellung des YPFP-Programms präsentierte Vincent Laurent, Diplomatischer Mitarbeiter in der Schweizer Botschaft, die Schweizer Vertretung und ihre Arbeit in Israel, wobei er besonders die Zusammenarbeit in den folgenden Bereichen hervorhob: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft & Innovation, Kultur.

Vanessa Kacherginsky, stellvertretende Generaldirektorin des Jerusalem Press Club, gab einen Überblick über die Arbeit des Presseclubs als Nichtregierungsorganisation. Hauptanliegen des JPC ist es, die in Israel vertretenen ausländische Presse mit ausgewogenen Informationen auszustatten, Pressebriefings und Pressetouren zu abzuhalten sowie Veranstaltungen und Programme, wie etwa die Freedom of the Press Conference, durchzuführen.

Als dritter Speaker betonte Lapid Levi, legislativer und parlamentarischer Berater des Knesset-Abgeordneten Dr. Nachman Shai (Havoda) die Wichtigkeit internationaler Beziehungen, insbesondere der Beziehungen EU-Israel, welche mehr Engagement und mehr gegenseitiges Verständnis erfordern. Rocco Polin, Mitarbeiter der Politik- und Presseabteilung in der EU-Vertretung in Israel, beurteilte die Beziehung EU-Israel verhältnismäßig gut.

Der dritte Programmpunkt führte die Studierenden in die Deutsche Botschaft in Tel Aviv, wo sie auf Herrn Martin Giese, Erster Sekretär in der politischen Abteilung der Deutschen Botschaft, trafen, um sich mit ihm über die deutsch-israelischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart auszutauschen. Dieser gab der Gruppe eine ausführliche Vorstellung der Deutschen Botschaft, ihrer Aufgaben sowie seines persönlichen Zustän-digkeitsbereichs: Neben dem Empfang deutscher Delegationen, stehen besonders die Presseanalyse, Gespräche mit wichtigen Personen des politischen Prozesses in Israels, die Einschätzung und Vermittlung der Situation in verschiedenen Bereichen Israels nach Deutschland im Zentrum der politischen Abteilung der Botschaft. Auf das einleitende Briefing folgte eine Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer Fragen zu sämtlichen aktuellen politischen Entwicklungen im Bereich der deutsch-israelischen Beziehungen stellen konnten.

Als Abschluss des Studien- und Informationstages fanden sich die Studierenden im Biergarten von Sarona zusammen, um über die Inhalte des Tages zu reflektieren und das Programm zu evaluieren.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Israel, 5. Dezember 2017

Sarona Museum
Sarona-Tour
Young Professionals in Foreign Policy (YPFP)
Abschlussgespräch im Sarona-Biergarten