"Die unschätzbare Freundschaft weiter pflegen"

Schlüsselübergabe im Auslandsbüro Israel

Der Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Ministerpräsident a.D., Prof. Dr. Bernhard Vogel nahm den Büroleiterwechsel im Auslandsbüro Israel zum Anlass, sich vom 11. bis zum 14. Februar 2018 einen Überblick über die aktuelle Situation in Land und Region zu verschaffen. In Begleitung von Dr. Alexander Brakel, Leiter des Auslandsbüros Israel, Dr. Michael Borchard, stv. Hauptabteilungsleiter WD/ACDP und ehemaliger Leiter des Auslandsbüros Israel und Thomas Birringer, Teamleiter Nahost, widmete sich Prof. Vogel zunächst dem Meinungsaustausch mit hochrangigen Vertretern der Knesset.

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(v.l.)Dr. Alexander Brakel, Botschafter Dr. Clemens von Goetze und Dr. Michael Borchard

(v.l.) Neuer Leiter des Israel-Büros, Dr. Alexander Brakel, Botschafter Dr. Clemens von Goetze und der ehemalige Leiter des Israel-Büros, Dr. Michael Borchard

Neben Gesprächen mit Abgeordneten der Regierungsparteien Likud und Kulanu nutzte der Ehrenvorsitzende auch die Gelegenheit, mit dem derzeitigen Oppositionsführer des israelischen Parlaments, Isaac Herzog, Vertreter der Zionistischen Union, in den Austausch zu treten. Ihm gegenüber brachte der Ehrenvorsitzende als langjähriger Israelkenner seine Bewunderung über die eindrucksvolle Entwicklung des Staates Israel von Gründung bis zum heutigen Tage zum Ausdruck. Israel habe es geschafft, so Prof. Vogel, seinen demokratischen Charakter trotz aller Widrigkeiten bis zum heutigen Tage zu bewahren.

Neben politischen Gesprächen war es dem Ehrenvorsitzenden Herzensangelegenheit, Einblicke auch in die derzeitigen Lebensumstände christlicher Bevölkerungsgruppen in Israel zu gewinnen. Der Erzbischof und Administrator des Lateinischen Patriarchats, Fr. Pizzaballa OFM, nahm sich als oberster Vertreter der katholischen Christen in der Region gerne die Zeit, die Lage der christlichen Minderheit im jüdischen Staat darzulegen und Themen wie Friedensprozess und Sicherheitslage aus Sicht der katholischen Kirche einzuordnen. Diese und weitere Gespräche am Folgetag bildeten die Klammer für die feierliche Übergabeveranstaltung des Büros, deren Schirmherrschaft der ehemalige Ministerpräsident Prof. Vogel sich bereit erklärt hatte zu übernehmen.

In Anwesenheit von rund 60 geladenen Gästen, darunter langjährige Partner des Büros, Botschafter, Vertreter aus der israelischen Politik wie auch Freunde der Stiftung, betonte Prof. Vogel nach kurzer Begrüßung der Anwesenden durch den neuen Direktor Dr. Alexander Brakel die unverbrüchliche Verbundenheit Deutschlands mit Israel. Nur gemeinsam könne man gegen die weltweite Bedrohung liberaler Gesellschaftsordnungen ankämpfen und Gefahren wie Antisemitismus und Fremdenhass wirksam eindämmen. Deutschland trage schon aus historischer Sicht große Verantwortung und werde dieser auch in Zukunft gerecht werden. Die langjährige Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel sei greifbarer Ausdruck dessen, so Prof. Vogel.

Im Anschluss lobte der deutsche Botschafter Dr. Clemens von Goetze ausdrücklich die enge Zusammenarbeit der Botschaft mit der KAS, wie auch den deutschen Stiftungen insgesamt, und zeigte sich überzeugt, dass selbige auch in Zukunft weiter gedeihen werde. Zu guter Letzt bedankte sich noch der scheidende Direktor Dr. Michael Borchard bei allen Partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Seinem Nachfolger Dr. Alexander Brakel wünschte er für seine Aufgabe viel Glück.

Dr. Alexander Brakel übernahm zum 1. Oktober 2017 die Leitung des Auslandsbüro Israel.

Autor

Dr. Joachim Rother

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Israel, 15. Februar 2018