Japan-Germany Security Dialogue

Im Rahmen des diesjährigen Japanisch-Deutschen Sicherheitsdialoges verständigten sich Experten beider Länder über die momentane sicherheitspolitische Konstellation im Asien-Pazifik-Raum. Im Schatten der Nordkoreakrise wurden die wichtigsten politischen Konflikte in Asien aufgezeigt und mögliche Zukunftsprognosen sowie Handlungsoptionen diskutiert. Japanische und deutsche Experten aus Politik und Wissenschaft debattierten und analysierten die wichtigsten Entwicklungen in der EU-Außenpolitik, der Asien-Pazifik-Region und der maritimen Sicherheit.

Zusammen mit dem jdzb (Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin), dem Japan Institute of International Affairs (JIIA), dem Ministry of Foreign Affairs of Japan (MOFA) und dem Auswärtigen Amt konnte der Japanisch-Deutsche Sicherheitsdialog organisiert werden. Ziel der Veranstaltung war es einen gegenseitigen Gedankenaustausch zu erreichen und die Experten für die Sichtweisen und Problemlagen des strategischen Partners zu sensibilisieren. Im Anschluss an den exklusiven Teil der Veranstaltungen wurde eine öffentliche Diskussion zum Thema „Dealing with an Unstable World Order - Possibilities of Germany-Japan Cooperation“ abgehalten. Die Diskutanten betonten vor allem die politische Bedeutung einer sich vertiefenden Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten, damit eine stabile internationale Ordnung auch in Zukunft gewährleistet werden kann.

Im Rahmen des Workshops wurde außerdem ein sicherheitspolitisches Briefing über aktuelle Tendenzen in der japanischen Politik für Prof. Heinz Riesenhuber durchgeführt. Die japanische Vision der Society 5.0, wie auch die zunehmende Vernetzung in der Gesellschaft durch Digitalisierung ist nicht nur eine Chance dem demographischen Wandeln entgegenzuwirken, sie führt auch zu neuen Formen von Sicherheitsbedrohungen (Cyber-Security). Mit dem National Institute of Science and Technology Policy (NISTEP) wurden Prof. Riesenhuber im exklusiven Kreis aktuelle Trends in der gesellschafts-, wie auch in der sicherheitspolitischen Debatte Japans erläutert und mit ihm diskutiert.

Zum Abschluss des Dialogs organisierte die KAS ein politisches Fachgespräch zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde (OAG). Die Agenda umfasste sicherheits-, wirtschafts-, klima- und gesellschaftspolitische Aspekte der derzeitigen japanischen Politik von Shinzō Abe, in innenpolitischer wie außenpolitischer Perspektive. Die Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft betonten vor allem die zunehmende Bedeutung einer europäisch-japanischen Kooperation, um zukünftige Herausforderungen effizienter bewältigen zu können.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Tokyo, 1. Dezember 2017

Closing Remarks durch Thomas Awe
Treffen Prof. Riesenhuber/ Thomas Awe mit Minoru Kiuchi
Diskutanten der Diskussionsrunde
Diskussionsrunde des öffentlichen Teils des Japan-Germany Security Dialogues