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Parlamentswahlen in Jordanien

Wahl des 18. Nationalen Parlaments am 20. September 2016 mit neuem Verhältniswahlrecht

Im ganzen Land säumte eine Flut von Wahlplakaten die Straßen und öffentlichen Plätze: Mehr als 1.200 Kandidaten hatten sich für die Wahl um die 130 Sitze der Abgeordnetenversammlung aufstellen lassen, doch der Enthusiasmus der Jordanier blieb begrenzt: Nur 37 Prozent der wahlberechtigen Bevölkerung gingen trotz des nationalen Urlaubstages zu den Urnen. Dennoch lobten internationale Beobachter eine transparente Wahl, die das Land auf dem Reformweg weiter bestärke. Lohnenswert ist ein Blick auf das neue Verhältniswahlrechts zur Förderung von Parteienbildungen und die Rückkehr der Muslimbrüder. mehr…

Imke Haase, Dr. Gidon Windecker, Dr. Manuel Schubert | Länderberichte | 30. September 2016

Gestrandet im Niemandsland

63.000 syrische Flüchtlinge sitzen im syrisch-jordanischen Grenzgebiet fest

Rund 63.000 Syrer sitzen zurzeit in Ruqban und Hadalat fest, provisorischen Camps in einer kargen Wüstenlandschaft an der Grenze zwischen Syrien und Jordanien. Hilfsorganisationen beschreiben ein gesetzloses Niemandsland, in dem Wasser, Nahrungsmittel und Gesundheitsversorgungen kaum zugänglich sind. Diese Orte werden von Gewalt und Angst bestimmt, schwere Krankheiten haben sich ausgebreitet, Hilfeleistungen hingegen sind nur auf minimale, lebenssichernde Maßnahmen beschränkt. mehr…

Imke Haase, Dr. Otmar Oehring | Länderberichte | 5. August 2016

Buchvorstellung: „Die Muslimbrüder in Jordanien: Eine religiös-politische Krise im nationalen Kontext“

Das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jordanien verfolgt das Ziel, vermehrt sachliche und neutrale Forschungsstudien zu unterstützen. In diesem Rahmen ist eine neue arabischsprachige Publikation mit dem Titel „Die Muslimbrüder in Jordanien: Eine religiös-politische Krise im nationalen Kontext“ erschienen. Das Buch widmet sich der religiös-politischen Krise, der sich die Jordanischen Muslimbrüder gegenüber stehen sehen – vor allem in Folge der Umbrüche des sogenannten „Arabischen Frühlings“. mehr…

28. Juli 2016

Wohlstandsgefälle und soziale Mobilität in Jordanien

Fährt man durch die Straßen von West Amman, hat man keineswegs das Gefühl sich in einem Entwicklungsland zu befinden und generell gelten die Lebenshaltungskosten als hoch. Dabei leben 16% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, und die Jugendarbeitslosigkeit liegt offiziell bei 27%, wobei der Anteil der Bevölkerung unter 30 Jahren ca. 70% beträgt. Man muss sich unweigerlich fragen, wie die jordanische Bevölkerung diese Preise, die sogar für Europäer hoch sind, verkraften kann. mehr…

Dr. Otmar Oehring, Jelena Weber | Länderberichte | 20. Mai 2016

Jugend und Politik in Jordanien

Die jordanische Jugend befindet sich anscheinend in einer politischen Lethargie, begünstigt durch den Mangel an Teilhabe am politischen System oder die wirtschaftliche Lage. Die Grundstimmung ist zwar resignativ - doch es gibt auch Menschen, die hart daran arbeiten, das zu ändern. mehr…

Dr. Otmar Oehring, Jelena Weber | Länderberichte | 11. Mai 2016