Training von Community-Radio-Journalisten in KAS Civil Peace Service (CPS) "Radio-for-Peace"

Februar 27 Montag

Datum/Uhrzeit

27. – 28. Februar 2017

Ort

Kivuli-Center in Dagoretti, Nairobi

Typ

Workshop

Am 27. und 28. Februar veranstaltete KAS Kenia in Zusammenarbeit mit dem Civil Peace Service (CPS) einen zweitägigen Workshop mit 22 Community-Radios zum Thema konfliktsensible Berichterstattung im Vorfeld der Wahlen.

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Am 27. und 28. Februar veranstaltete KAS Kenia in Zusammenarbeit mit dem Civil Peace Service (CPS) einen zweitägigen Workshop mit 22 Community-Radios zum Thema konfliktsensible Berichterstattung im Vorfeld der Wahlen. Der Workshop konzentrierte sich auf das Capacity Building und die Schulung von Community-Radio Journalisten im Bereich der konfliktsensitiven Berichterstattung durch den Einsatz gewaltfreier Kommunikation. Durch das Training werden die Journalisten in ihren Analysekompetenzen im Bereich Friedensjournalismus trainiert und ihr Bewusstsein als Akteure im Konfliktmanagement im Vorfeld der Wahlen gestärkt.

Viele Community Radios in Kenia haben immer noch kaum formale Bildung im journalistischen Bereich und in der konfliktsensiblen Berichterstattung, die in diesem Jahr aufgrund der bevorstehenden Wahlen besonders an Bedeutung gewinnt. Gemeinderadios sind eine interessante Plattform für Friedensbildung und Konfliktlösung, da sie eine hohe Reichweite aufweisen und einen großen Einfluss auf die Gemeinden ausüben.

Durch interaktive Sitzungen und eine Vielzahl von Gruppenarbeiten erzielte das KAS Training die folgenden drei beabsichtigten Ergebnisse: ein verstärktes Bewusstsein unter den 22 Radio Journalisten für konfliktsensible Berichterstattung, Konfliktverständnis und Konfliktanalyse, sowie für gewaltfreie Kommunikation.

Der Workshop begann mit einer Gruppenaktivität, die das Konzept des Konflikts und der "Gewalt" anschaulich und verständlich erklärte. Jeder Teilnehmer schrieb sein Verständnis der Konzepte von Gewalt und Konflikt auf, das vorherrschende Verständnis über Konflikte war, dass Konflikte oft negativ sind und landesweite Folgen haben können. Der Vortragende Mr. Njuki Githethwa, der Koordinator des Kenia Community Media Network (KCOMNET) / und des ostafrikanische Community Media Network (EACOMNET), der Partnerorganisation von KAS, erläuterte den Teilnehmern den Konflikt als dynamisches Konzept, das nicht unbedingt negativ sein muss, wenn gewaltfreie Kommunikation und analytisches Hintergrundwissen dabei angewendet wird.

Die Grundlage des Workshops war es, den Teilnehmern, die Grundkonzepte des Friedensjournalismus und des konfliktsensiblen Journalismus zu erläutern.

Denn ein Verständnis des Konfliktkonzepts ermöglicht den Teilnehmern erst, die verschiedenen Konfliktniveaus zu verstehen und so ihre Fähigkeit zu stärken, Konfliktsysteme im Voraus zu verstehen und Konfliktanalysen und Prävention durchzuführen. Das Training wurde mit detaillierten Illustrationen von Modellen zu gewaltfreier Kommunikation einschließlich des Eisbergmodells bereichert, die für die Konfliktanalyse und den Friedenjournalismus von großer Bedeutung sind. Des Weiteren wurden die verschiedenen Instrumente der Konfliktanalyse, einschließlich der Konfliktbaumanalyse, des ABC-Dreiecks und der Onion-Analogie, die zur Durchführung von Akteur-Mapping nötig sind, diskutiert.

Die teilnehmenden Journalisten wurden außerdem daran erinnert, dass sie als Gemeinderadios eine wichtige und kritische Rolle bei der Meinungsbildung in den Gemeinden spielen; Sie haben unter anderem die „Macht“, Verhalten zu beeinflussen. Während des Workshops wurde das Grundprinzip des Friedensjournalismus hervorgehoben, in dem der Journalist daran erinnert wird, dass es in allen Berichten eine Wahl zwischen der Ethik der Intervention gibt, sowie der Frage welche Auswirkungen die Intervention als Journalist auf die Situation in der Gemeinde und den Frieden im Land haben wird. In Zusammenarbeit mit dem CPS-Programm der GIZ planen KAS Kenia und seine Partnerorganisation KCOMNET im Mai 2017 eine Konvention zur konfliktsensitiven Berichterstattung zu organisieren, an der über 40 kommunale Radiosender teilnehmen werden.

Ansprechpartner

Antonie Maria Hutter

Programmkoordinatorin

Antonie Maria Hutter
Tel. +254 20 2610021/2
Fax +254 20 2610023
Sprachen: Deutsch,‎ English