Landrechte als Konfliktfaktor – Workshop in Baringo

KAS trainiert staatliche und nicht-staatliche Akteure zum Thema Prävention & Umgang mit Konflikten im Bereich Landrechte

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Am 27. und 28. Mai 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem „Centre for Enhancing Democracy and Good Governance (CEDGG)“ und der “Kenya Land Alliance“ einen zweitägigen Workshop in Kabernet in Baringo County. Die Teilnehmer tauschten sich unter anderem darüber aus, inwiefern Landrechte in Baringo County mittlerweile beachtet und angewandt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings bestand aus einer intensiven Schulung der Teilnehmer zu Landrechten, aktueller Gesetzeslage sowie der Vermeidung und Lösung von Konflikten in Bezug auf Landangelegenheiten.

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30 Vertreter der wichtigsten Interessensgruppen aus dem Bereich Landrechte nahmen an der Veranstaltung teil.

30 Vertreter der wichtigsten Interessensgruppen aus dem Bereich Landrechte nahmen an der Veranstaltung teil.

Am 27. und 28. Mai 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem „Centre for Enhancing Democracy and Good Governance (CEDGG)“ und der “Kenya Land Alliance“ einen zweitägigen Workshop in Kabernet in Baringo County. Das Training richtete sich an 30 Vertreter der wichtigsten Interessensgruppen aus dem Bereich Landrechte, darunter auch diverse Regierungsbeamte und Mitglieder von Institutionen, die sich mit Fragen rund um Landverwaltung befassen. Zudem waren Vertreter der Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften sowie Frauen- und Jugendorganisationen anwesend. Die Teilnehmer tauschten sich unter anderem darüber aus, inwiefern Landrechte in Baringo County mittlerweile beachtet und angewandt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings bestand aus einer intensiven Schulung der Teilnehmer zu Landrechten, aktueller Gesetzeslage sowie der Vermeidung und Lösung von Konflikten in Bezug auf Landangelegenheiten.

Die Inhalte der Veranstaltung knüpften an Workshops aus dem Jahr 2015 an, die die KAS in Kooperation mit CEDDG umgesetzt hatte. Ziel war es einerseits, Regierungsvertreter und Beamte auf County-Ebene hinreichend über die Gesetzeslage im Bereich Landrecht zu informieren. Auf diese Weises wurden die Regierungsbeamten dazu befähigt, Angelegenheiten in Landfragen entsprechend der Gesetzesgrundlage korrekt anzugehen und auf in diesem Zusammenhang auftretende Konflikte reagieren zu können. Darüber hinaus sollte verdeutlicht werden, welche schwerwiegenden sozialen und politischen Auswirkungen Konflikte in Landfragen haben können. Besonders Frauen leiden häufig unter den Folgen von Missachtung von Landrechten und ungerechter Verteilung von Land. Daher wurde im Workshop vor allem auch auf die Herausforderungen eingangen, denen sich insbesondere Frauen gegenübergestellt sehen, wenn es um Fragen der Landverteilung und Landnutzung in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft wie derjenigen in Kenia geht.

Forum ermöglicht enge Zusammenarbeit staatlicher und nicht-staatlicher Akteure

Mithilfe dieses Workshops gelang es der KAS, den verschiedenen Akteuren aus dem Bereich der Landverwaltung und -nutzung eine entscheidende Plattform zu bieten, um gemeinsam Landfragen zu diskutieren und Lösungen für Konflike zu erarbeiten. So leistete die Stiftung einen zentralen Beitrag dazu, die Zusammenarbeit von Regierungsvertretern und Zivilgesellschaft in Baringo County zu stärken, sie über ihre Rechte in Bezug auf Landangelegenheiten aufzuklären und bei den Teilnehmern ein tiefgreifendes Verständnis für die Rechte von Frauen zu schaffen.

Am Ende der Veranstaltung entwickelten die Teilnehmer gemeinsam einen Aktionsplan mit zukunftsweisenden Massnahmen im Umgang mit Landangelegenheiten in Baringo County. Unter anderem sieht der Plan eine noch engere Zusammenarbeit aller Verantwortlichen vor, um Konflikten in Landfragen künftig besser vorbeugen zu können und damit auf bestehende Auseinandersetzungen effektiv reagieren zu können.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Kenia, 28. Mai 2016