Länderberichte

Politischer Islam in Kenia und Tansania

Die Ausbreitung des Islam in Ostafrika geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Seitdem leben Moslems, Christen und anderen Religionen in dieser Region eng zusammen. Durch externe und interne Faktoren, aber auch durch Einflussnahme der Staaten auf die Religion ist in den letzten Jahren das weitgehend friedliche Miteinander immer stärker unter Druck geraten. Erste Ergebnisse einer Radikalisierung sind sichtbar und sowohl Anschläge in Kenia wie auch die angespannte Lage auf Sansibar zeigen, dass der Islam in Teilen Ostafrikas zusehends von radikalen Kräften instrumentalisiert wird. mehr…

Dr. Jan Cernicky, Daniel El-Noshokaty, Antonie Maria Hutter | 21. Juli 2017

Jubilee vs. NASA: Kenia vier Wochen vor den Wahlen

Der Wahlkampf in Kenia steuert auf seinen Höhepunkt zu. Die Spitzenkandidaten Präsident Uhuru Kenyatta und Oppositionsführer Raila Odinga absolvierten im Juni je rund 200 Wahlkampfveranstaltungen. Hierbei werfen sich beide Seiten Gesetzesverstöße vor. Ob dies Substanz hat oder eher als Wahlkampfgetöse einzuordnen ist, haben die kenianischen Behörden zu bewerten. Diese sind - bei allen Unzulänglichkeiten in Detailfragen – auf die Wahlen relativ gut vorbereitet. mehr…

Dr. Jan Cernicky | 10. Juli 2017

Neue Rechte fuer lokale Bevölkerungsgruppen?

Eine Chronologie der Landkonflikte in Kenia

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, in denen Landkonflikte oft in Zusammenhang mit lokalem Gewohnheitsrecht stehen, gehen die meisten Spannungen um Land in Kenia von ethnisch basierter Zuteilung von Land durch den Zentralstaat aus. Eine Entspannung der Landkonflikte ist daher nur mit Zustimmung der politischen Eliten vorstellbar. Im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit sollten daher pointierte Anreize geschaffen werden, die zu einer Aussöhnung zwischen Politik und Kleibauern beitragen und gleichzeitig verhindern, korrupte Strukturen zu fördern, die ethnische Fronten weiter zementieren. mehr…

Dr. Jan Cernicky | 7. März 2017

Die aktuelle Dürre in Baringo

Ist die lokale Politik Teil der Lösung oder Teil des Problems?

Das County Baringo im Nordwesten Kenias ist schon immer ein Risikogebiet für Dürren gewesen. In der aktuellen La-Nina Periode ist ganz Ostafrika intensiv von ausbleibendem Regen und schlechten Ernten getroffen. Für Baringo, wo die KAS ihr Programm zur Krisenprävention in Nahrungsmittelbereich im Rahmen des BMZ-Programms „Eine Welt ohne Hunger“ durchführt, kommt aktuell ein weiteres Problem hinzu: durch die ab 2013 implementierte tiefgreifende Dezentralisierung (Devolution) Kenias ist Baringo erst als eine einem grob einem deutschen Bundesland ähnelnde Verwaltungseinheit entstanden. mehr…

20. Februar 2017

Kenia ein Jahr vor den Wahlen

Ethnische Vielfalt als Bereicherung ansehen, nicht als Bedrohung

In etwa einem Jahr sind die Kenianer aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Und mehr als das: Aufgrund des Dezentralisierungsprozesses des Landes werden seit 2013 in den 47 Counties (Bezirken) u.a. auch Gouverneure, Senatoren und County-Regierungen gewählt. Ein Superwahljahr steht Kenia bevor. Und diese Wahl wirft ihre Schatten voraus: Ein Ausblick. mehr…

Gregor Jaecke, Dr. Angelika Klein | 31. August 2016


Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.