Anmerkungen zum Gesetz 30 aus 1992, Gesetz zur Höheren Bildung
Diskussionsrunde, Vorstellung des Policy Paper’s der CPSXXI
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Mit dem Ziel, die jüngsten Ereignisse im Bildungssektor und die mögliche Zustimmung der Regierung zum Reformprojekt des Gesetzes 30 zu analysieren, präsentierte die Corporación Pensamiento Siglo XXI zusammen mit der KAS das Policy Paper „Anmerkungen zum Gesetz 30 aus 1992, Gesetz zur Höheren Bildung“. Autor des Policy Paper ist Dr. Jaime Arias, der darin eine Reflexion über die wichtigsten Fortschritte und Herausforderungen des kolumbianischen Bildungssystems in den letzten Jahren vorstellt.
Als erster Redner sprach der Präsident der Corporación Pensamiento Siglo XXI, Rodrigo Pombo, über die Bedeutung der Universitäten in der Gesellschaft und wie die Corporación dieses Thema von einer Mitte-Rechts-Perspektive untersucht hat.
Anschließend wandte sich Dr. Guillermo Páramo, Rektor der Universidad Central, kurz an das Publikum und erklärte, dass eine gut orientierte, professionelle, qualitativ hochwertige und disziplinierte Bildung der Gesellschaft zur Entwicklung verhelfe. Kolumbien könne sich ein Beispiel an den vielen Ländern nehmen, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts keine mächtigen und anerkannten Staaten waren, und heute eine Führungsrolle in Themen wie Bildung und Entwicklung sind, wie z.B. Südkorea und Singapur. Zudem bezeichnete er die Universität als eine strategische öffentliche Dienstleistung.
Dr. Arias betone in seinem Vortrag, dass die zentrale Idee dieser Publikation nicht nicht eine Analyse der Reform des Gesetzes 30 sei, jedoch seien einige quantitative Daten angesprochen worden, die bei der Reflexion über die Bildung in Kolumbien berücksichtigt werden müssten, z.B. die Frage ob das Gesetz in der aktuellen Situation des Landes unangemessen ist. Das Gesetz habe zum Zeitpunkt seiner Entstehung zweifellos dazu beigetragen, die höhere Bildung zu verbessern und eine bessere Regulierung, Überwachung und Bewertung des Hochschulsystems zu ermöglichen und auch heute noch dazu beitragen könne. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen die Bildung in Kolumbien konfrontiert sei, sei es jedoch wichtig die Reform zu analysieren, um so die notwendigen und angemessenen Punkte zu integrieren, damit die Reform auch wirksam sei. Einige dieser Punkte seien: die mittelmäßigen Ergebnisse der Prüfung akademischer Qualifikationen von Hochschul-Absolventen; die hohe Aussteigerquote in der höheren und mittleren Bildung; die steigenden Kosten der höheren Bildung; die geringe Forschungsproduktivität; die wachsende Anzahl an illegalen oder nicht-qualifizierten Bildungseinrichtungen; die Unkenntnis in Basiskenntnissen der Schulabgänger; unangemessene Fächerauswahl in den einzelnen Studiengängen; unzureichende Integration der Universität in Gesellschaft und Wirtschaft; der Mangel an Gerechtigkeit; die Anerkennung der Universitätsbildung auf nationaler und internationaler Ebene und schließlich, besser qualifizierte Dozenten. Dr. Adrias betonte, dass diese Probleme nicht mit der Reform des Gesetzes 30 gelöst werden und dass eine soziale, wirtschaftliche und politische Reflexion notwendig sei, damit sich die verschiedenen Sektoren wie Regierung, Wissenschaft und Gesellschaft die Reform wirklich von Grund auf verstehen und zur Diskussion dieses Themas beitragen können.
Zuletzt lobten der Präsident der Fundación Francisca Radke, Galo Burbano López, und die Rektorin der Universidad Piloto, Patricia Piedrahita, in ihren Reden die Arbeit von Dr. Arias und unterstützten seine Initiative für eine bessere Bildung im Lande und die vorgeschlagenen Ideen in diesem Dokument zur Analyse des Gesetzes Ley 30.
Serie
Veranstaltungsbeiträge
erschienen
Kolumbien, 31. Oktober 2011