„Betreuung und umfassende Entschädigung der Opfer, eine Aufgabe zur Friedensbildung”
Seminar Serie Kolumbien
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Während des Seminars Serie Kolumbien haben sich drei Tage lang etwa 100 einflussreiche kolumbianische Persönlichkeiten aus den Bereichen Regierung, Kongress, Zivilgesellschaft, Privatsektor und wichtigen Bildungseinrichtungen zusammen gefunden, um ihre Beziehungen innerhalb des demokratischen Dialogs zu vertiefen, ihre Kenntnisse über die zentralen Themen des Seminars zu erweitern und soweit möglich Beiträge und Empfehlungen zu erarbeiten, für eine öffentliche Politik zur Lösung der sozialen Probleme des Landes.
"Betreuung und umfassende Entschädigung der Opfer, eine Aufgabe zur Friedensbildung” war das zentrale Thema dieser Veranstaltung, die in Santa Marta vom 9. bis zum 11. Dezember 2011 stattfand.
Das Treffen wurde gemeinsam mit Acción Social, der KAS, Fundación Ideas para la Paz, den Tageszeitungen El Tiempo und El Espectador, der Zeitschrift Semana, und der Organisation Partners Colombia organisiert. Die staatlichen und sozialen Institutionen, Opferorganisationen und internationalen Organisationen lieferten dabei wichtige Beiträge im Zusammenhang mit dem Gesetz 1448.
Die Referenten waren unter anderem Cristian Correa, Senior Associate des Bereiches Reparationen des Centro Internacional para la Justicia Transicional (“Internationales Zentrum für Übergangsjustiz”); Fernando Calado, Koordinator der Abteilung für Transition und Reparationszahlungen der IMO in Genf; Andreas Forer, Direktor des Projekts ProFis der GIZ und Miguel Samper, Direktor für Übergangsjustiz des kolumbianischen Justizministeriums.
Eines der diskutierten Themen war die Vision des Landes, das durch den Einsatz der Opfergesetze entstehen soll und vor welchen Herausforderungen das Land stehe, um die Beteiligung der Opfer an der Regulierung und effektiven Durchsetzung des Gesetzes zu garantieren, sowohl auf nationaler Ebene als auch bei der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden. Am Ende der Veranstaltung standen die Vorträge des kolumbianischen Vizepräsidenten, Angelino Garzón, und des Leiters der Misión de Apoyo al Proceso de Paz (“Mission zur Unterstützung des Friedensprozesses”) der Organisation of American States (OAS), Marcelo Álvarez. Dabei wurde vorgeschlagen, einen Arbeitsworkshop zu organisieren, um auf der Basis dieses Seminars Konzepte für die Praxis zu entwickeln und somit eine gemeinsame Vision dessen zu bekommen, was wir erreichen müssen.
Außerdem betonten die beiden Redner, dass die wirkliche Chance, die sich dem Land mit dem Gesetz zur Opferentschädigung und Landrückgabe eröffne, „die Wiedererlangung des Vertrauens und der institutionellen Infrastruktur sei, sowie der Wiederaufbau des sozialen Netzes, die Versöhnung und die Vergebung“, weil „die Möglichkeit, die Ofer zu entschädigen, nur ein Mittel und kein Selbstzweck sei". Es gebe einige Hürden, die bei der Umsetzung dieses Gesetzes überwunden werden müssten, wie zum Beispiel die Komplexität des neuen institutionellen Systems, da es beunruhigend sei, “dass die Schaffung und Strukturierung des Gesetztes sich zu einem Hindernis für die vollständige Entschädigung der Opfer entwickle”.
Schließlich wurde bekräftigt, dass für die Umsetzung des Gesetzes "die diferenzierte Fokussierung auf ethnische und kulturelle Zugehörigkeit Priorität habe”, die nicht nur als Formalität betrachtet werde dürfe.
Serie
Veranstaltungsbeiträge
erschienen
Kolumbien, 20. Januar 2012