“Eine dringend notwendige Reform in den Bereichen Justiz, Sicherheit und Regierbarkeit!

Buchvorstellung

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Der Autor des Buches "Eine dringend notwendige Reform in den Bereichen Justiz, Sicherheit und Regierbarkeit”, José Andrés O'Meara, betonte bei dieser Buchvostellung die Bedeutung der Unterstützung von Institutionen wie der Corporación Pensamiento Siglo XXI und der Konrad-Adenauer-Stiftung für Publikationen wie dieser, wo konstruktive Kritik an den verschiedenen institutionellen Reformen des Landes geübt werden kann.

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An der Veranstaltung nahmen wichtige Persönlichkeiten aus der kolumbianischen Politik teil, wie z.B. Dr. Enrique Gómez Martinez und der ehemalige Minister Carlos Holguín Sardi.

Das Buch befasst sich mit den zurzeit diskutieren Reformen, von Justiz und Sicherheit in Kolumbien. So wird festgestellt, dass das Innenministerium eine Vielzahl von Funktionen ausübt, die seine operative Kapazität überschreiten. In der Tat sind die Verwaltung der inneren Ordnung, Stärkung der Demokratie, Übergangsjustiz, legislative Agenda sowie die Kontrolle der Gefängnisse nur einige seiner 1.500 Hauptaufgaben.

Der Autor zitiert Amartya Sen, der vom „institutionellen Fundamentalismus“ spricht, im Rahmen dessen die Institutionen „per se“ Funktionen ausüben, dies sei ein undurchführbares Schema innerhalb eines Ministeriums mit so wichtigen Aufgaben. O'Meara erinnert daran, dass gerade die institutionelle Neugestaltung, die im Jahre 1991 durch die neue Verfassung verwirklicht wurde, die vielen Unzulänglichkeiten aus den 80er Jahren in diesen Bereichen verbessern sollte. Dies sei jedoch vor allem durch das Kopieren ausländischer Modelle geschehen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass der wirtschaftliche, soziale und politische Kontext Chiles, Europas oder der Vereinigten Staaten nicht mit den Bedingungen in Kolumbien zu vergleichen ist. Der nationale Kontext mache jedoch den entscheidenden Unterschied und die lokalen Bedürfnisse müssten miteinbezogen werden, um effektive Institutionen und eine effiziente Reform zu erreichen.

Der Autor schlägt daher die Schaffung eines Ministeriums für Sicherheit und Zivilschutz vor, dessen Funktionen sowohl die innere Ordnung als auch die Drogenproblematik umfassen sollten. Diese neue Institution müsse gewisse Merkmale aufweisen, um Erfolg zu haben. Die Idee zur Schaffung dieser Einrichtung beruhe auf Meinungsumfragen und darauf, dass das kollektive Bedürfnis nach Sicherheit über allen anderen Rechten stehe. Sie würde auch dem Verfassungsartikel über die Verletzung der öffentlichen Ordnung gerecht werden. Insbesondere würde dem Innenministerium die Verwaltung der inneren Ordnung abgenommen, so dass es sich auf eine bessere Regierungsführung mit effizienten Antworten für die kolumbianischen Bedürfnisse konzentrieren könne.

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Kolumbien, 23. Januar 2012