Debatte zur Wirtschaftlichen und Sozialen Lage

"Besteuerung und Steuergerechtigkeit in Kolumbien"

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Am 17. Mai fand in der Federación Nacional de Cafeteros eine Debatte zur Wirtschaftlichen und Sozialen Lage statt, die Fedesarrollo gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Weltbank organisiert hat. Diesesmal ging es um das Thema "Tributación y Equidad en Colombia" (Besteuerung und Steuergerechtigkeit in Kolumbien).

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Debate de coyuntura económica y social

Debatte zur wirtschaftlichen und sozialen Lage zum Thema Besteuerung und Steuergleichheit in Kolumbien.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus Politik, Wissenschaft, internationaler Zusammenarbeit und staatlicher Institutionen teil. Es wurde über die Anforderungen an eine mögliche Steuerreform in Kolumbien diskutiert, um die grossen sozialen Ungerechtigkeiten im Lande auszugleichen.

Zunächst begrüsste der Direktor von Fedesarrollo, Leonardo Villar, die Anwesenden und hob die Bedeutung der Steuergerechtigkeit hervor, nicht nur um die soziale Ungerechtigkeit durch eine progressive Besteuerung auszugleichen, sondern auch durch den Einsatz von Public Politics. Anschliessend eröffnete der Finanzminister, Juan Carlos Echeverry, die Paneldiskussion mit einer ausführlichen Erklärung des Entwurfes der Steuerreform der Regierung von Juan Manuel Santos. Minister Echeverry betonte, dass sich die Wirtschaft in Kolumbien in einer historischen Fase befinde, der ausgenutzt werden müsse um die soziale Ungleichheit zu reduzieren und zu verhindern, dass weiterhin ein System unterstützt werde, in dem diejenigen, die wenig verdienen mehr Steuern zahlen müssten. Danach erklärte Lars Christian Moller, Senior-Ökonom der Weltbank, dass Kolumbien momentan das Land mit der grössten sozialen Ungerechtigkeit in der Region sei und dass bis jetzt nicht das Potenzial der Steuerpolitik ausgeschöpft wurde, um diese Ungleicheit zu beseitigen.

Der ehemalige Direktor der Steuerbehörde DIAN, Horacio Ayala hob hervor, dass der Staat selbst Steuerhinterziehungen bei Honoraren, Kommissionen und Mieten fördere, vor allem aufgrund fehlender Informationen. Der Professor der Universidad de Los Andes, Guillermo Perry betonte, dass eine integrale Reform nötig sei, da die jetzige Regelung weder die technischen noch die verfassungrechtlichen Anforderungen erfülle. Abschliessend wies der ehemalige Direktor von FEDESARROLLO, Roberto Steiner,darauf hin, dass im vorliegenden Reformentwurf das Thema der steuerähnlichen Abgaben nicht berücksichtigt werde und verlangte, dass die Mehrwertsteuer auf alle Produkte erhoben werden müsse, damit sie wirklich zu einer effizienten Steuer werde. Ausserdem sei die Diagnose der sozialen Ungerechtigkeit im Lande offensichtlich und alle Sektoren sie anerkennen würden. Trotzdem sei es nicht so leicht festzustellen, mit welchen Mitteln sie überwunden werden könne.

Zum Abschluss hatten die Zuschauer die Möglichkeit, Fragen an die Panelteilnehmer zu richten und den Reformvorschlag der Regierung Santos zu diskutieren.

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Kolumbien, 22. Mai 2012